Schlagwort: Gesellschaft

Meine eigenen Wohnungen

2. Nachtrag

Es ist nun eineinhalb Jahre her, seit ich vom betreuten Wohnen aus der 2er WG in Neukölln, wo ich mit einer guten Freundin vier Jahre zusammengelebt hatte, in meine eigene Wohnung in Lichtenberg gezogen bin.

Es war eine schöne Zeit in der WG. Wir waren der Mittelpunkt der Glasower Straße. Alle kamen zu uns, auch meine Nachbarin, die von morgens bis abends jeden Tag bei uns war und bei uns übernachtet hatte. Sie fühlte sich bei sich in der Wohnung nicht wohl und hatte uns, wo sie immer hin gehen konnte. Wir haben zusammen Filme und Serien bei Youtube geschaut, Musik gehört oder einfach so im Internet gesurft. Alle haben bei uns telefoniert und mein WLAN benutzt, haben bei uns Tabak und Blättchen, Essen und Geld bekommen, wir haben zusammen gekocht oder ich habe für alle Cheeseburger, Hot Dogs und Toast Hawaii gemacht oder wir haben uns Essen geholt beziehungsweise bestellt und zusammen gegessen. Sogar der Vater von meiner guten Freundin kam mit Koffern bepackt und hat bei uns wochenlang gewohnt, was dann doch ziemlich anstrengend war. Also dachte ich mir, ich suche mir meine eigene Wohnung, um mit meiner Nachbarin meine Ruhe zu haben. Doch die Sache ging irgendwie nach hinten los. Meiner Nachbarin ist der Weg nach Lichtenberg zu weit. Sie meint, sie schaffe es gesundheitlich nicht, zu mir zu kommen. Seitdem ich in Lichtenberg wohne, war sie erst ein einziges Mal bei mir, und dass auch nur, weil wir uns ein Taxi für 40 Euro hin und zurück genommen hatten. Ich selber habe sie jetzt aber auch nicht übertrieben 500mal besucht, um sie wie früher zu sehen. Es ist ein ewiges Hin- und Hergefahre von Lichtenberg nach Neukölln und zurück. In einer halben Stunde nach Neukölln schaffe ich es nur, wenn die S-Bahntüren sich problemlos öffnen und schließen, wenn ich renne, um die Bahnen und den Bus zu kriegen.

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Das neue Jahr und meine Entscheidungen

Das neue Jahr ist jetzt schon wieder ein paar Wochen alt und die Feiertage scheinen weit weg. Für mich aber waren die Weihnachtszeit und das Silvesterfest im Jahr 2018 anders als sonst und deswegen irgendwie auch etwas Besonderes.

Durch den Kontaktabbruch zu meinem Vater und Bruder, habe ich das erste Mal ohne Familie gefeiert, dafür mit meinem Freund und meinen beiden Katzen.
Äußerlich verliefen die Tage ruhig, aber in meinem Innersten gingen die Gefühle und Gedanken zurück in meine Vergangenheit. Musiksendungen im Fernsehen brachten Erinnerungen hervor und die Nächte wurden unruhig.

Wie auf Knopfdruck kam dann eine starke Erschöpfung als das neue Jahr begonnen hatte. Vielleicht auch eine gewisse Erleichterung. Das Ende des Jahres 2018 war für mich wie eine Prüfung. Waren die Entscheidungen richtig, die ich getroffen habe?

Ja das waren und sind sie dem Ergebnis meiner Gedanken zufolge.
Seit zwei Wochen bin ich nun wieder auf der Suche nach Neuem. Mein Kopf scheint leergefegt und wartet jetzt darauf mit neuen Ideen gefüllt zu werden.
Aber trotz der scheinbaren Leere, bin ich optimistisch und positiv eingestellt.
Herr Schwarzenberger kommt seit dieser Woche auch wieder zu uns in das Atelier und die Freude ist groß.

Ich freue mich auf das was kommt.

gwendrix

Meine eigenen Wohnungen & Kreuz, Kreis und Ecke

Ich möchte nun zu meinen bisherigen Beiträgen einen aktuellen Nachtrag vorstellen – wie ich inzwischen über die Burg denke und wie ich in meiner eigenen Wohnung angekommen bin:

Immer wenn ich kiffe, wird das Thema »Doppelkreuzritterburg« sehr stark und intensiv. Das kommt mir natürlich sehr verdächtig vor und deswegen habe ich das Kiffen so gut wie es ging, gemieden. Ich hatte vor Jahren eine Suchttherapie im Therapieladen erfolgreich beendet und habe drei Jahre gar nicht gekifft, allerdings einen Rückfall gebaut und dann anderthalb Jahre wieder nichts genommen. Rückfälle hatte ich öfter und sogar die Therapie erneut beantragt. Ich mache aber die Therapie trotzdem nicht noch einmal, weil ich der Meinung bin, dass ich sie schon erfolgreich beendet habe und ja weiß, dass ich nicht mehr kiffen sollte und im Therapieladen gelernt habe, dass nicht gekifft wird.

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Resonanzerfahrung II

17:00 Uhr – Vortrag 2. Durchlauf.

Inzwischen dämmert es draußen und das Licht bricht nun bläulich von außen durch die großen Fenster. Ein Teil der Anleiter ist im Gang unterwegs, manche kamen erst verspätet an und hören sich den Vortrag nun an. Bekannte Leute, ehemalige Praktikanten, Fremde, Klienten sitzen, lauschen, laufen, trinken.

Ein Besucher streift durch den Gang und merkt die großen Fenster und Räume an. »Ist bestimmt schön hier – das Licht!«, »Ist bestimmt hell hier, nicht wahr?«

Ich, einen Blick in den Hof und die Dämmerung werfend »Ja – das ist hier sehr freundlich.«

Mitklient: »Ah, du schreibst hier alles auf«. »Was denn eigentlich?«
Ich: »Gedanken, Beobachtungen, was mir gerade so auffällt.«
Mitklient: »Ah, das ist toll – das ist gut. Das sollte ich auch so machen. Einfach mal so festhalten.«
lacht – »Das ist gut, das merke ich mir – fürs nächste Mal.«
Während ich das hier aufschreibe, ist er auch schon weggegangen. Was ich erst danach merkte.

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Ausflug zu zwei Ausstellungen

Schwarzweißfoto Männer mit einer Wachswalze zu Tonaufnahme
Bildquelle: Humboldt Forum Berlin

Gestern, Mittwoch den 02.05.2018, war ein toller Tag! Weil im Fotoatelier gebaut wurde und deshalb dort nicht gearbeitet werden konnte, wurde für alle ein Ausflug zu zwei Ausstellungen angeboten. Wie seltsamerweise so oft, waren wir letztendlich nur ein kleiner Kreis von 5 Personen, der sich mit Herrn Schwarzenberger und einer Praktikantin auf den Weg gemacht hat.

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Single – die moderne Lebensform

Foto: Ein Ruderboot am Steeg mit Blick über den See

Single ist in Deutschland die Hälfte der Bevölkerung. Alleine leben, ohne Partner ist eine Zivilisationserscheinung geworden. Leben ohne Verpflichtungen dem Anderem gegenüber ist modern geworden.

Wie sieht der Alltag von Singles aus? Den Alltag von morgens bis abends selbst gestalten ist für Singles kennzeichnend. Niemand sagt Dir morgens »Guten Tag«. und abends fragt keiner »Wie war dein Tag?«. Singles sind allein für sich verantwortlich und sollten gut organisiert sein, damit der Alltag reibungslos klappt.

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Freunde gewinnen

Was wäre unser Leben ohne Freunde? Trist!
Wer kennt uns so gut wie unsere Freunde?
Freunde sind die selbst erwählte Familie.
Auf sie ist Verlass und wir können immer auf sie zählen.
Manche Freundschaften sind von langer Dauer, manche von kurzer.
Freundschaften müssen auch gepflegt werden damit sie lange halten können.
Aber wo findet man Freunde?
Zum Beispiel im Verein oder auf der Arbeit kann eine Freundschaft entstehen. Sogar zufällige Bekanntschaften von der Straße, könnten zu Freundschaften werden.
Durch Freundes-Freunde kann man auch seinen Freundeskreis erweitern.
Lassen sie es nicht zu, dass sie ohne Freunde durch das Leben gehen.
Jeder von uns ist es wert, Freunde zu haben.
Wir selbst können uns gute Freunde sein.
In diesem Sinne auf eine gute Freundschaft!

Eure Rosenwasser

(R)Evolution

Die Jahre des Leidens…
Was bleibt, sind lange Schatten.
Die Jahre des Krieges…
Wir können nun froh sein, dass wir sie nicht hatten.
Menschliche Erfahrung hat viele Gesichter,
Die Jahre … vorüber. Es bleiben Geschichten
Und schlichtestenfalls bleibt als übrig bestehen,
Dass all diese Jahre letzendes vergehen.
Was gelernt..?
Uns überlassen.
Es klingt von entfernt..
Niemand will wirklich hassen.
Und was bleibt ist ein Denkmal aus Holz und aus Steinen.
Das Leid längst vergangen; kein Grund mehr zu weinen.
Die härtesten Prüfungen: Wir sie uns schufen.
Die Geister die bleiben … wer tat sie denn rufen?
Im Mosaik unseres Lebens ist jeder Mensch wichtig
Und all unser Streiten: Am Ende doch nichtig.
Seid süchtig im Leben nach Revolution,
denn die nächste wird kommen:
Die Liebesevolution

Steven Auth, 09.11.2017, 20:36, Berlin Wedding

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