Monat: April 2018

Schiffbau

Herr Schroeder hält den Heck des Schiffes

Vor fünf Jahren, als er bei den VIA Perspektiven anfing, war es Herr Schroeders Traum, irgendwann einmal ein großes Segelschiff zu bauen. Im Dezember 2017 startete nun sein Projekt und er begann, aus den Materialien Holz, Styropor, Seidenpapier, Abtönfarben und Stoff ein Schiff herzustellen.

Der Rumpf besteht aus Styropor. Herr Schroeder beschreibt sich selbst als sehr selbstkritisch, was er schon seit seiner Kindheit sei. Er ist sehr kritisch, wenn er seine Projekte fertig betrachtet und findet viele Fehler, die er gemacht hat.

Hallo Herr Schroeder! Ich würde dir gerne ein paar Fragen zu deinem Projekt stellen. Warum baust du dieses Schiff?

In der Schönhauser Allee existierte eine »Fischwerkstatt«, die große Projekte machte. Da kam ich auf die Idee auch ein großes Projekt zu starten. So kamen die Projekte wie der Weihnachtsmannschlitten, ein Papagei, ein Hai und ein Delfin zustande. Schon seit Langem hatte ich dann den Wunsch, auch ein großes Segelschiff zu bauen.

Kann das Schiff schwimmen?

Nein! Es ist gar nicht dafür gedacht, denn es ist »nur« ein Dekorationsstück.

Wer hat nun im Endeffekt an dem Schiff mitgewirkt?

Die Mitarbeiter der »Fischwerkstatt«, ich und Frau Löffler, die Kunstabteilung, vertreten durch Frau Niestroy mit Recherche, Zeichnungen und Beratung und der Entwicklung von Ideen. Beteiligt waren auch Mitarbeiter aus der Holzwerkstatt. Sie übernahmen den Zuschnitt der Styroporplatten. Dabei haben mitgewirkt: der Klient Herr Schmitt und einige Laserarbeiten von Herrn Sternbeck. Außerdem werden in der Nähwerkstatt die Segel und die Takelage genäht, und natürlich die Fotowerkstatt für die Dokumentation.

Wie groß wird das Schiff eigentlich nun?

Etwa 2,40m. Es wird ein historisches Kriegsschiff, mit einer Breite von 70cm.

Gab es bisher Schwierigkeiten beim Bau des Schiffes?

Ja. Aufgrund der Größe war es schwer, gleichmäßig zu raspeln. Es gab zudem öfter Schwierigkeiten beim Zusammensetzen von Holz und Styropor , weil das Holz schwerer ist. Um Halt zu bekommen, muss man es mit Holzstiften verankern.

Vielen Dank für das Interview!

Artikel und Interview von Patrick Jänke
Fotos: Th. Blöck

Wie fühlt sich Angst an …?

Foto: Min An von Pexels

Wie fühlt sich die Angst an…?
Also bei mir (ich kann nur von meiner Erfahrung schreiben) ist es so:
es fühlt sich echt kacke an.
Meine Gedanken und meine Gefühle spielen verrückt, bin wie von Sinnen,
spüre, dass ich gerade die Kontrolle verliere und mich gar nicht mehr zusammen
reißen kann.
Denke und glaube:
 ich werde hier gleich sterben.
Bin überzeugt davon, dass ich hier gleich einen Herzinfarkt oder Schlaganfall
bekomme.
Mein Herz schlägt dann so schnell, dass ich glaube, ich kann nicht mehr so schnell
atmen wie es schlägt.
Meine Gedanken machen mich immer irrer und so dreht sich der Kreis immer
schneller und dadurch wird die Angst auch immer heftiger,
dass jede Hilfe zu spät ist.
Keiner nimmt mich ernst, keiner glaubt mir, dass ich gerade am Sterben bin.
Und nach jedem Anfall muss ich mir eingestehen; ok bin ja doch nicht gestorben.
Diese Erkenntnis haut dann nochmal so richtig aufs Gemüt, jedes Mal.
Wem vertrauen? Mir? Nein! Den Anderen? Nein!
Man kann in der Angelegenheit keinem vertrauen.
Man ist damit soo allein.
Die Angst ist mal sehr doll aber auch ruhiger, was aber nicht heißt, dass ich sie
nicht merke.
Sie ist immer da, ständig und andauernd.

Meine kranke Angst

©szilverling

Was ist Angst…?

Edward Munch: Der Schrei, Federzeichnung, Kunstmuseum Bergen

Angst ist ein Urinstinkt der in uns steckt.
Angst sagt uns oder lässt uns erkennen ob Gefahr droht.
Sie macht uns aufmerksam und achtsam…sollen wir die Flucht ergreifen oder
sollen wir es wagen zu kämpfen.
Die Angst stellt uns für die Situation Energie bereit.
Angst gibt es in verschiedenen Formen.
Angst vor Veränderung, Angst vor der Endgültigkeit, Angst vor Nähe.
Gesunde Angst und die krankhafte Angst.
Gesunde Angst ist z.B. Angst vorm Zahnarzt, man hat Bammel davor
aber man geht trotzdem hin.
Kranke Angst ist z.B. Angst vor dem Duschen, man hat es 1000 mal gemacht und
nie ist was passiert und auf einmal kann man es nicht mehr, man hat Angst…Angst
das was passieren könnte. Man kann gar nicht so richtig erklären was denn da
passieren sollte.
Es ist ein Gefühl von Vorahnung und totaler Verunsicherung.

© szilverling

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