Kategorie: Selbstfürsorge (Seite 1 von 4)

Mein Tag in der Tagesstätte der VIA Perspektiven

Hallo, mein Name ist Frau Wilke und ich möchte Euch die Tagesstätte der VIA Perspektiven vorstellen. Ich bin seit November 2025 dort und schreibe diesen Artikel, damit alle Klient*innen darüber informiert werden.

Grundsätzlich ist die Tagesstätte immer von Montag bis Freitag in der Zeit von
9 bis 15.30 Uhr geöffnet. Ich bin dreimal in der Woche da, an jedem Montag, Mittwoch und Donnerstag. Der Mittwoch gefällt mir persönlich am besten. Warum, fragt Ihr Euch? Hier ist die Antwort: Der Mittwoch ist der längste Tag in der Tagesstätte. Er beginnt morgens um 9 Uhr mit einem leckeren Frühstück. Im Essensraum ist liebevoll ein Buffet aufgebaut. Es gibt Brot, Brötchen, Toast, diverse Konfitüren, Käse- und Wurstsorten sowie Butter und Margarine. Außerdem gibt es ein großes Getränkeangebot: Kaffee, Tee und Fruchtsäfte.

Um 9.30 Uhr beginnt unsere sogenannte »Morgenrunde«. Wir besprechen den Tagesablauf und tauschen Informationen. Um 9.45 Uhr hat man die Möglichkeit, am Gedächtnistraining teilzunehmen. Dieses Angebot nehme ich gerne wahr.

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Es gibt immer einen Weg!

Seit einigen Jahren hat meine Familie außerhalb Deutschlands gelebt. Leider hat in dem Land, in dem wir uns befunden haben, ein Krieg begonnen, sodass wir nach Deutschland zurückgekehrt sind.

Mein Mann hat uns nicht begleiten können und so bin ich mit meinem 16-jährigen Sohn allein nach Berlin gekommen.

Zunächst haben wir eine Mietwohnung in Zehlendorf gefunden. Doch völlig unerwartet haben wir sie verlassen müssen, weil die Eigentümerin zurückkehren musste. Die plötzliche Wohnungsnot hat mich hart getroffen – die Vorstellung, mit meinem Sohn auf der Straße zu stehen, ist unerträglich gewesen. Ich habe verzweifelt eine neue Wohnung gesucht, doch ohne Erfolg.

Im September 2024 habe ich mich schließlich an den Sozialdienst in Zehlendorf gewandt und um Hilfe gebeten. Dort hat man mir eine Wohnzuweisung zu den VIA Perspektiven im Bruno-Bürgel-Weg ausgestellt. Einerseits habe ich mich erleichtert gefühlt, dass wir nicht obdachlos geworden sind, andererseits hatte ich große Angst vor dem Leben in einer Gemeinschaftsunterkunft.

Doch als mein Sohn und ich das erste Mal die Einrichtung betreten haben, ist etwas Unerwartetes geschehen. Wir sind mit Wärme empfangen worden. Eine freundliche Frau hat uns mit einem Lächeln begrüßt. Ihre herzliche Art hat mir sofort einen Teil meiner Angst genommen.

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Kochen und Backen mit Klara

Hallo liebe Leser*innen,

heute berichte ich Euch von einem neuen Gruppenangebot in der Schnellerstraße, welches im Moment noch im Werden ist. Inhaltlich beschäftigt sich die Gruppe mit dem Thema Lebensmittel, deren Herkunft, Entstehung und Verwendung.

Zum Auftakt trafen sich viele Interessierte, um unterschiedliche Leckereien herzustellen. Auf den Fotos seht Ihr den Entstehungsprozess von Brot, Butter und dazu Marmelade.

Gemeinsam wurde verköstigt und alle die wollten, konnten sich etwas mit nach Hause nehmen. Im Juli wird sich die Gruppe erneut zum Backen von Quiche und Blechkuchen treffen u. a. um zum GE.SEL.LE Sommerfest einen Beitrag zu leisten. Dabei wird der Spaß nicht zu kurz kommen!

Liebe Grüße,
Eure Klara

© Text & Fotos: Inge Lanfermann

Meine Geschichte

Im September 2021 zog ich in eine Mietwohnung in einem privaten Zweifamilienhaus. Die Wohnung bestand aus zwei Zimmern, einer Toilette und einem kleinen Küchenbereich. Mein Vermieter war nur selten vor Ort. Im Dezember 2023 reiste ich für sieben Tage zu meinen Kindern, und auch mein Vermieter war in dieser Zeit nicht im Haus. Durch starken Frost kam es während unserer Abwesenheit zu einem Wasserrohrbruch, der in den Tagen ohne Kontrolle massiven Schaden anrichtete. Laut Versicherungs- und Baugutachten wurde das Haus als unbewohnbar eingestuft und gesperrt. Ich war plötzlich obdachlos!

Mein altes Zuhause – natürlich vor dem Wasserschaden

Für eine Weile konnte ich bei meinen Kindern unterkommen, doch mit drei Personen und einem Neugeborenen in zwei Zimmern war das auf Dauer nicht möglich. Seit 2017 leide ich an mittelschweren Depressionen und habe eine gesetzliche Betreuerin. Sie riet mir, bis zur Suche nach einer neuen Wohnung in ein Obdachlosenheim zu ziehen. Für mich, eine fast 60-jährige Frau, die unverschuldet in diese Situation geraten war, fühlte sich das entsetzlich an. Ich hatte Angst und fühlte mich völlig wertlos. Aber ich sah keine andere Möglichkeit. Die wenigen Möbel und persönlichen Gegenstände, die noch zu retten waren, wurden eingelagert, und ich schaute mir die ASOG Plus Einrichtung der VIA Perspektiven an.

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Hand in Hand über den Dächern von Neukölln

Unter dem Motto »Hand in Hand für seelische Gesundheit am Arbeitsplatz« präsentiert die psychosoziale Trägerlandschaft Neuköllns ihre Angebote.

Neben dem »Markt der Möglichkeiten« gibt es ein vielfältiges Bühnenprogramm: Fachvorträge sowie Musik und Bewegung sind geplant, von Zuverdienst-werkstätten, dem RKI, Blaufeuer (Berufsförderungswerk), Jobcenter, Vivantes Klinikum und natürlich von uns, den VIA Perspektiven… und all das über den Dächern von Neukölln in der einmaligen Atmosphäre des Klunkerkranichs.

Für das leibliche Wohl (zum kleinen Preis) ist gesorgt.
Im Anschluss lässt der Nachmittag vor Ort ausklingen lassen.

Wann?
Freitag, den 11. Oktober 2024 von 12–16 Uhr

Wo?
Klunkerkranich

Neukölln Arcaden
Dach/Parkdeck 5
(über dem Aufzug)

Karl-Marx-Straße 66
12043 Berlin

Einfach mal vorbeischauen!

Neue Perspektiven!

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Patrick-Weinhold-1.jpg

Mein Name ist Patrick Weinhold und ich lebe seit dem 3. Februar 2023 bei den VIA Perspektiven in der Obdachlosen-Einrichtung ASOG Plus.

Ich habe eine schwere Zeit hinter mir, war am Boden und wusste nicht, wie es für mich weitergehen würde. Zusätzlich zu meinen persönlichen Schwierigkeiten gab es auch in anderen Einrichtungen, in denen ich war, einige Konflikte und Ärger.

Dann bekam ich ein 1-Zimmer-Appartment bei den VIA Perspektiven. Zu Beginn war ich unsicher, doch ich habe mich schnell über mein Zimmer mit Dusche und Küche gefreut.

Die ersten sechs Monate waren anstrengend. Ich brauchte Zeit für mich, um anzukommen und die Ruhe zu finden, die ich dringend benötigte. Nach einiger Zeit ging es mir zunehmend besser. Diese Privatsphäre hat mir sehr geholfen, mich in der neuen Umgebung wohlzufühlen.

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Vermisster Sonnenschein

Der Sonnenschein wird vermisst, bitte komm bald zurück. Ich habe nur Erinnerungen an dich. Mir ist klar, ich brauche dich und dein Licht. Ich vermisse dich. Meine Augen können nur sehen, wenn du in der Nähe bist. Ich kann nicht von dir lassen. Deine Ausstrahlung ist warm und liebevoll und einfach wunderbar. Ich sehne mich ans Meer, wo Du auf den Sand scheinst. Deine Berührungen stellen mich ruhig und ich fühl mich wohl. 

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Baut die Burg ab

Um die Burg nun endlich abzubauen schrieb ich einen Artikel für den VIA Blog

Baut die Burg ab!

Das Thema mit der Burg geht mir nicht aus dem Kopf, obwohl ich nicht gekifft habe. Alles, was Burg ist, muss abgebaut werden. Dann leben wir unser eigentliches Leben ohne Krankheit und Tod. Wie ich auch schon in meinem Artikel im Blog über die Burg meinte, sind wir so frei und können auch mit der Burg ohne sie leben statt zu »gelden« und zu »toden«, aber meiner Meinung nach, ist es schon lange Zeit, sich von der Doppelkreuzritterburg zu trennen und im selbstverständlichen Paradies zu leben. Hinter der Burgwand (Häuserwand oder Straße) ist unser abgeschaltetes, eigentliches Leben. Und das mit dem Kapitalismus würde sich auch erledigen. Wir können auch in unserem eigentlichen Leben arm, obdachlos, krank und tot sein, ohne arm, obdachlos, krank und tot zu sein. Es gibt sogar den Kapitalismus, ohne dass es ihn gibt. Durch meine Freiheit lebe ich schon lange im eigentlichen Leben, obwohl alle schlafen. Wacht auf! Es lohnt sich geboren zu sein! Von dem eigentlichen Leben bekommt man nicht genug! Wir sind geboren um zu leben und nicht zu sterben, um reich zu sein und nicht um arm zu sein, ohne Geld zu leben und nicht mit Geld zu leben, gesund zu sein und nicht um krank zu sein, dafür ist das Leben zu wertvoll!

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Meine eigenen Wohnungen

2. Nachtrag

Es ist nun eineinhalb Jahre her, seit ich vom betreuten Wohnen aus der 2er WG in Neukölln, wo ich mit einer guten Freundin vier Jahre zusammengelebt hatte, in meine eigene Wohnung in Lichtenberg gezogen bin.

Es war eine schöne Zeit in der WG. Wir waren der Mittelpunkt der Glasower Straße. Alle kamen zu uns, auch meine Nachbarin, die von morgens bis abends jeden Tag bei uns war und bei uns übernachtet hatte. Sie fühlte sich bei sich in der Wohnung nicht wohl und hatte uns, wo sie immer hin gehen konnte. Wir haben zusammen Filme und Serien bei Youtube geschaut, Musik gehört oder einfach so im Internet gesurft. Alle haben bei uns telefoniert und mein WLAN benutzt, haben bei uns Tabak und Blättchen, Essen und Geld bekommen, wir haben zusammen gekocht oder ich habe für alle Cheeseburger, Hot Dogs und Toast Hawaii gemacht oder wir haben uns Essen geholt beziehungsweise bestellt und zusammen gegessen. Sogar der Vater von meiner guten Freundin kam mit Koffern bepackt und hat bei uns wochenlang gewohnt, was dann doch ziemlich anstrengend war. Also dachte ich mir, ich suche mir meine eigene Wohnung, um mit meiner Nachbarin meine Ruhe zu haben. Doch die Sache ging irgendwie nach hinten los. Meiner Nachbarin ist der Weg nach Lichtenberg zu weit. Sie meint, sie schaffe es gesundheitlich nicht, zu mir zu kommen. Seitdem ich in Lichtenberg wohne, war sie erst ein einziges Mal bei mir, und dass auch nur, weil wir uns ein Taxi für 40 Euro hin und zurück genommen hatten. Ich selber habe sie jetzt aber auch nicht übertrieben 500mal besucht, um sie wie früher zu sehen. Es ist ein ewiges Hin- und Hergefahre von Lichtenberg nach Neukölln und zurück. In einer halben Stunde nach Neukölln schaffe ich es nur, wenn die S-Bahntüren sich problemlos öffnen und schließen, wenn ich renne, um die Bahnen und den Bus zu kriegen.

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