
Seit einigen Jahren hat meine Familie außerhalb Deutschlands gelebt. Leider hat in dem Land, in dem wir uns befunden haben, ein Krieg begonnen, sodass wir nach Deutschland zurückgekehrt sind.
Mein Mann hat uns nicht begleiten können und so bin ich mit meinem 16-jährigen Sohn allein nach Berlin gekommen.
Zunächst haben wir eine Mietwohnung in Zehlendorf gefunden. Doch völlig unerwartet haben wir sie verlassen müssen, weil die Eigentümerin zurückkehren musste. Die plötzliche Wohnungsnot hat mich hart getroffen – die Vorstellung, mit meinem Sohn auf der Straße zu stehen, ist unerträglich gewesen. Ich habe verzweifelt eine neue Wohnung gesucht, doch ohne Erfolg.
Im September 2024 habe ich mich schließlich an den Sozialdienst in Zehlendorf gewandt und um Hilfe gebeten. Dort hat man mir eine Wohnzuweisung zu den VIA Perspektiven im Bruno-Bürgel-Weg ausgestellt. Einerseits habe ich mich erleichtert gefühlt, dass wir nicht obdachlos geworden sind, andererseits hatte ich große Angst vor dem Leben in einer Gemeinschaftsunterkunft.
Doch als mein Sohn und ich das erste Mal die Einrichtung betreten haben, ist etwas Unerwartetes geschehen. Wir sind mit Wärme empfangen worden. Eine freundliche Frau hat uns mit einem Lächeln begrüßt. Ihre herzliche Art hat mir sofort einen Teil meiner Angst genommen.
Weiterlesen











