Das neue Jahr ist jetzt schon wieder ein paar Wochen alt und die Feiertage scheinen weit weg. Für mich aber waren die Weihnachtszeit und das Silvesterfest im Jahr 2018 anders als sonst und deswegen irgendwie auch etwas Besonderes.
Durch den Kontaktabbruch zu meinem Vater und Bruder, habe ich das erste Mal ohne Familie gefeiert, dafür mit meinem Freund und meinen beiden Katzen. Äußerlich verliefen die Tage ruhig, aber in meinem Innersten gingen die Gefühle und Gedanken zurück in meine Vergangenheit. Musiksendungen im Fernsehen brachten Erinnerungen hervor und die Nächte wurden unruhig.
Wie auf Knopfdruck kam dann eine starke Erschöpfung als das neue Jahr begonnen hatte. Vielleicht auch eine gewisse Erleichterung. Das Ende des Jahres 2018 war für mich wie eine Prüfung. Waren die Entscheidungen richtig, die ich getroffen habe?
Ja das waren und sind sie dem Ergebnis meiner Gedanken zufolge. Seit zwei Wochen bin ich nun wieder auf der Suche nach Neuem. Mein Kopf scheint leergefegt und wartet jetzt darauf mit neuen Ideen gefüllt zu werden. Aber trotz der scheinbaren Leere, bin ich optimistisch und positiv eingestellt. Herr Schwarzenberger kommt seit dieser Woche auch wieder zu uns in das Atelier und die Freude ist groß.
Seit meinem 15. Lebensjahr werde ich immer wieder von psychotischen Episoden »überrascht«.
Auch dieses Jahr im Sommer hat mich eine schwere Krise erwischt. Ein Auslöser war ein großes Problem mit meinem Vater und meinem Bruder. Auf der Suche nach einer Lösung habe ich mich immer mehr in Ängsten und Verzweiflung verloren. Ich wollte nicht wahrhaben, dass ich Hilfe brauche, so dass die Episode immer schlimmer wurde. Schließlich bin ich dann doch auf Anraten meines Freundes in die Krisenpension von »Pinel« gegangen. Trotzdem ließ sich ein Aufenthalt auf der geschlossenen Psychiatrie im Urban Krankenhaus nicht verhindern.
Gestern, Mittwoch den 02.05.2018, war ein toller Tag! Weil im Fotoatelier gebaut wurde und deshalb dort nicht gearbeitet werden konnte, wurde für alle ein Ausflug zu zwei Ausstellungen angeboten. Wie seltsamerweise so oft, waren wir letztendlich nur ein kleiner Kreis von 5 Personen, der sich mit Herrn Schwarzenberger und einer Praktikantin auf den Weg gemacht hat.
Wie schon im Dezember im Blog vorgestellt, hat die Künstlerin Gwendrix, bürgerlicher Name Gwendolyn Schäk, ihre neueste Ausstellung mit einer Vernissage am 09. Dezember 2017 im Plattenladen »Dodo Beach« in Schöneberg eröffnet. Die Ausstellung läuft nun immer noch und man kann ihre Bilder Montag bis Samstag von 11.00 bis 19.00 Uhr besichtigen und auch käuflich erwerben und vielleicht dazu auch noch eine Platte kaufen.
Zur Eröffnungsfeier erschienen Familie, Freunde und Bekannte. Bei belegten Brötchen und diversen Getränken war die Stimmung gut und der Abend verlief zu Gwendrixs vollster Zufriedenheit. Die Arbeit und Mühe, die investiert wurden, haben sich ausgezahlt.
Die Künstlerin interessiert sich bereits seit ihrer Jugend für Kunst und hat schon früh angefangen zu malen und zu zeichnen. Nun zeigt sie Musikerportraits (Acryl auf Leinwand) in der neuesten Ausstellung. Die gezeigten Musiker*innen sind größtenteils auch ihre Idole. Ihr Freund, Mario Weber hat zu den Vorbereitungen einen großen Beitrag geleistet und unterstützt sie in vielerlei Hinsicht in ihrer Kunst.
Seit 2015 arbeitet Gwendrix im Kunstatelier der VIA Perspektiven. Durch die professionelle und Unterstützung von Herrn Schwarzenberger entwickeln sich ihre Bilder stets weiter. Neue Techniken und Möglichkeiten werden gelernt.
Hallo Gwendrix! Ich würde dich gerne über deine Ausstellung »Stars in a Row« interviewen. Wie bist du darauf gekommen die Ausstellung zu machen und deine wievielte Ausstellung ist das?
Es ist mir wichtig, meine Bilder zu zeigen, um Reaktionen zu bekommen. Außerdem waren die Vorbereitungen wichtig als Übung für weitere Ausstellungen. Auf den Laden bin ich durch einen Bekannten gekommen, der dort arbeitet und selber Künstler ist. Das ist meine fünfte Ausstellung. Die Bedingung für Dodo Beach war, dass die Bilder Portraits von Musikern zeigen.