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Resonanzerfahrung II

17:00 Uhr – Vortrag 2. Durchlauf.

Inzwischen dämmert es draußen und das Licht bricht nun bläulich von außen durch die großen Fenster. Ein Teil der Anleiter ist im Gang unterwegs, manche kamen erst verspätet an und hören sich den Vortrag nun an. Bekannte Leute, ehemalige Praktikanten, Fremde, Klienten sitzen, lauschen, laufen, trinken.

Ein Besucher streift durch den Gang und merkt die großen Fenster und Räume an. »Ist bestimmt schön hier – das Licht!«, »Ist bestimmt hell hier, nicht wahr?«

Ich, einen Blick in den Hof und die Dämmerung werfend »Ja – das ist hier sehr freundlich.«

Mitklient: »Ah, du schreibst hier alles auf«. »Was denn eigentlich?«
Ich: »Gedanken, Beobachtungen, was mir gerade so auffällt.«
Mitklient: »Ah, das ist toll – das ist gut. Das sollte ich auch so machen. Einfach mal so festhalten.«
lacht – »Das ist gut, das merke ich mir – fürs nächste Mal.«
Während ich das hier aufschreibe, ist er auch schon weggegangen. Was ich erst danach merkte.

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Resonanzerfahrung I

Impressionen der Resonanzerfahrung – zur Ausstellung am 18.10.2018

Zur Orientierung mag noch erklärt werden, dass ich die Zeit der Ausstellung mittendrin mit einem Klemmbrett, Papier und Stift verbrachte und das Folgende im Verlauf darnieder schrieb. Herrn Sternbecks Neugierde
»Was machen Sie jetzt?«, ich: »Stimmungen einfangen «
»find ich gut «
Herr Sternbeck zufrieden lächelnd, gehend

Unbekannter Herr:
Erzählt (auf Nachfrage): Er sei grad angekommen, war eben im Maschinenraum.
Dann Herr Sternbeck aus dem Schleifraum kommend
»Wollen Sie gleich hier rein, der Gegensatz – ist beeindruckend – wie es sich anhört!«
Unbekannter Herr geht in den Schleifraum.

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Meine eigenen Wohnungen

Ich habe bis zu meinem 18. Lebensjahr bei meiner Mutter gewohnt. Meine Eltern haben sich getrennt und geschieden als ich sechs war. Ich habe mich für meine Mutter entschieden, weil ich mit ihr besser klarkam als mit meinem Vater. In der dritten Klasse bin ich mit ihr von Wedding nach Steglitz gezogen. Ich bin in Steglitz bis zur 8. Klasse auf die Realschule gegangen und habe danach ein Aufbaugymnasium bis zur 10. Klasse besucht. In der 11. Klasse bin ich auf mein »Traumgymnasium«, die Beethoven Schule in Lankwitz gegangen. Ich hatte meine erste Freundin kennengelernt und habe mit ihr angefangen zu kiffen. Ich bin nicht mehr regelmäßig zur Schule gegangen und habe mich immer vom Arzt krankschreiben lassen und bin in der Schule nicht mehr am Ball geblieben. Ich habe es nur bis zur 12. Klasse geschafft und hatte dann nicht mehr genug Punkte für das Abitur.

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»Eckhard, erzähl mir mehr«

Teil II des Interviews

In wenigen Tagen wird das Zentrum AktionsRaum zum offenen Erfahrungsraum. Lesen Sie im zweiten Teil des Interviews mit Eckhard Schwarzenberger wie die Idee zur Ausstellung entstand, warum es bei einem solchen Projekt auf gute Teamarbeit ankommt, lesen sie von besonders berührenden Momenten und werden Sie neugierig auf die Erfahrung des kontrollierten Kontrollverlustes.

Wie kam die Idee des Konzepts zustande?

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»Erzähl mir mal was, Eckhard«

Die Woche der seelischen Gesundheit rückt näher und im Zentrum AktionsRaum dauern die Vorbereitungen für den 18. Oktober noch an. Vieles aber ist auch schon geschafft. Vorab zur Ausstellung haben wir Eckhard Schwarzenberger (organisatorische Leitung und Kurator) einige Fragen gestellt und interessante Antworten erhalten. Lesen Sie heute von starken Geschichten, vom innerlichen Mitschwingen und von Räumen, die Sie einladen, etwas zu erfahren.

Eckhard, die Ausstellung lädt ein unter dem Titel: Erzähl mir mal was – Resonanzserfahrungen im Zentrum AktionsRaum. Was darf man sich darunter vorstellen?

Wir bilden unsere Identität indem wir unser Leben als Geschichte erzählen. Diese Erzählung muss zuallererst uns selbst überzeugen. Wir bringen darin die Ereignisse unseres Lebens in einen sinnvollen Zusammenhang. Ob sie immer mit historischen Fakten übereinstimmt ist dabei zweitrangig. Denn unsere Erinnerung arbeitet konstruktiv. Es geht eher darum, welche Bedeutung wir den Ereignissen und Erfahrungen geben.
Was für Individuen gilt kann auch auf Institutionen und Organisationen übertragen werden. Starke Geschichten machen starke Identitäten. Wir glauben, dass das Zentrum AktionsRaum in seiner jungen Geschichte schon eine starke Erzählung entwickelt hat. Diese wollen wir in der Ausstellung der Öffentlichkeit vorstellen.

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Ein Ausflug mit den Kulturlotsen

Eine Kulturlotsenführung durch ein… Hotel?

Wer öfter mal mit der Bahn in Berlin fährt, dem ist sicher schon einmal das große, pfeilförmige und verspiegelte Gebäude aufgefallen: Das Estrel, mit 1125 Zimmern das größte Hotel Deutschlands. Der Name des Hotels setzt sich aus dem Anfangsbuchstaben des Vornamens und der ersten Silbe des Nachnamens seines Eigentümers zusammen, Ekkehard Streletzki.

Das Estrel beschäftigt ca. 550 Mitarbeiter*innen. Zwei von ihnen, sehr kompetente und freundliche junge Damen, leiteten die Führung. Die beiden Frauen machten keinen Hehl daraus, dass sie stolz waren hier zu arbeiten bzw. zu dieser großen Familie zu gehören. Nach Gebäck, Erfrischungen und einem Kurzfilm über das Hotel ging es los. Die Führung schien den beiden Hotelfachfrauen locker von der Hand zu gehen, dies war deutlich zu spüren. Nicht einmal während des ca. 1,5 km langen Fußwegs, überkam mich das Verlangen aufzuhören oder Langeweile. Es war unterhaltsam, informativ und kurzweilig. Wir wurden in ein Zimmer geführt, in welchem wir sogar einzeln bleiben durften um Fotos zu schießen, wir waren im obersten Stockwerk und genossen die Aussicht.

Das Estrel bietet seinen Gästen auch einen Fitnessraum und einen 400 qm großen Wellness-Bereich. Die Kirsche auf der Sahne wäre ein Umweg in die Präsidentensuite gewesen, doch leider war diese bewohnt. Man kann eben nicht alles haben.

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Exkursion zum Roten Rathaus

Im Roten Rathaus wurde, im Rahmen des Kulturlotsenprogramms von VIA, eine Führung durch seine Räumlichkeiten angeboten. Es sind u.a. Gipsbüsten von berühmten Persönlichkeiten ausgestellt, welche für die Stadt Berlin von größerer Bedeutung sind, z. B. Alexander von Humboldt und die Gebrüder Grimm. Andere Persönlichkeiten, welche mit der Stadtgeschichte verbunden sind, kann man ebenfalls bewundern.

Zudem kann man derzeit im Roten Rathaus Geschenke von Staats- und Würdenträgern bewundern, welche – der jeweils zu der Zeit regierende Bürgermeister – in Empfang genommen hat. Das Teuerste unter ihnen ist eine Uhr von Wladimir Putin. Ihr Wert liegt bei 12000 Euro. Als besonderes Highlight für die Fußballbegeisterten ist dort zurzeit der DFB-Pokal ausgestellt. Diesen kann man leider nur noch bis Samstag, den 19.05.18 bestaunen.

Mit dabei waren verschiedene Leute aus unterschiedlichen VIA Projekten. Zwei unserer Leute waren für die Fotografie zuständig, ich für den Bericht. Ich empfand die Architektur des Gebäudes als sehr prunkvoll aber nicht protzig. Im Foyer war der Boden mit rotem und schwarzem Marmor ausgestattet, ein roter Teppich säumte die Treppe und kunstvoll bearbeitetes Glas schmückte die Fenster. Als wir im Wappenraum waren, konnte man jedes Wappen, jeden Bezirks von Berlin in den Fenstern bestaunen. Im Wappensaal tagt u.a. der Stadtrat. Danach ging es in den Festsaal, das größte Zimmer im gesamten Gebäude. Hier fiel einem sofort das Bild vom Berliner Kongress 1878 ins Auge. Ein Stück Zeitgeschichte.

Leider kann ich zur Aktivität der restlichen Gruppe nichts sagen, entgegen meines Auftrags, da das Das Rote Rathaus so beeindruckend war, dass es meine ganze Aufmerksamkeit forderte und auch bekommen hat. Ich denke, jeder der es einmal von innen bewundern durfte, würde mir das Nachsehen.

Der nächste Ausflug der VIA Kulturlotsen findet am Mittwoch, 20.06.2018 statt. Es geht in das Museum in der Kulturbrauerei. Dort erhalten wir um 11.00 Uhr eine Führung durch die Ausstellung »Alltag in der DDR«.

Fotos: Th. Blöck

Ein Konzert am Freitag, den 13.

»Behind the Curtains« – Hinter den Vorhängen

Es ist Freitag der 13. April. Es ist ein lauer Frühlingsnachmittag, für Abend sind Gewitter angesagt. Als ich in der Alten Feuerwache in der Marchlewskistraße ankomme, sind noch gut 45 Minuten bis zum Konzertbeginn. Auf der Bühne läuft der Soundcheck, und der scheint nicht gut zu laufen. Lautes Rauschen und Quietschen, dass ich versucht bin, mir die Ohren zuzuhalten. Die Stimmung der Musiker*innen scheint ebenso nicht die beste zu sein. Ein Start mit technischen Handicaps? Liegt das vielleicht am Freitag den 13.?

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Schiffbau

Herr Schroeder hält den Heck des Schiffes

Vor fünf Jahren, als er bei den VIA Perspektiven anfing, war es Herr Schroeders Traum, irgendwann einmal ein großes Segelschiff zu bauen. Im Dezember 2017 startete nun sein Projekt und er begann, aus den Materialien Holz, Styropor, Seidenpapier, Abtönfarben und Stoff ein Schiff herzustellen.

Der Rumpf besteht aus Styropor. Herr Schroeder beschreibt sich selbst als sehr selbstkritisch, was er schon seit seiner Kindheit sei. Er ist sehr kritisch, wenn er seine Projekte fertig betrachtet und findet viele Fehler, die er gemacht hat.

Hallo Herr Schroeder! Ich würde dir gerne ein paar Fragen zu deinem Projekt stellen. Warum baust du dieses Schiff?

In der Schönhauser Allee existierte eine »Fischwerkstatt«, die große Projekte machte. Da kam ich auf die Idee auch ein großes Projekt zu starten. So kamen die Projekte wie der Weihnachtsmannschlitten, ein Papagei, ein Hai und ein Delfin zustande. Schon seit Langem hatte ich dann den Wunsch, auch ein großes Segelschiff zu bauen.

Kann das Schiff schwimmen?

Nein! Es ist gar nicht dafür gedacht, denn es ist »nur« ein Dekorationsstück.

Wer hat nun im Endeffekt an dem Schiff mitgewirkt?

Die Mitarbeiter der »Fischwerkstatt«, ich und Frau Löffler, die Kunstabteilung, vertreten durch Frau Niestroy mit Recherche, Zeichnungen und Beratung und der Entwicklung von Ideen. Beteiligt waren auch Mitarbeiter aus der Holzwerkstatt. Sie übernahmen den Zuschnitt der Styroporplatten. Dabei haben mitgewirkt: der Klient Herr Schmitt und einige Laserarbeiten von Herrn Sternbeck. Außerdem werden in der Nähwerkstatt die Segel und die Takelage genäht, und natürlich die Fotowerkstatt für die Dokumentation.

Wie groß wird das Schiff eigentlich nun?

Etwa 2,40m. Es wird ein historisches Kriegsschiff, mit einer Breite von 70cm.

Gab es bisher Schwierigkeiten beim Bau des Schiffes?

Ja. Aufgrund der Größe war es schwer, gleichmäßig zu raspeln. Es gab zudem öfter Schwierigkeiten beim Zusammensetzen von Holz und Styropor , weil das Holz schwerer ist. Um Halt zu bekommen, muss man es mit Holzstiften verankern.

Vielen Dank für das Interview!

Artikel und Interview von Patrick Jänke
Fotos: Th. Blöck

VIA Blog on Tour

Am ersten Freitag im März war die Redaktion eingeladen, den neuen VIA Blog in der Wohngemeinschaft am Britzer Damm vorzustellen. Es ging darum, sich persönlich kennenzulernen und Möglichkeiten aufzuzeigen, in Zusammenarbeit die individuellen Beiträge an die Redaktion weiterzugeben und auf dem Internetblog zu präsentieren.

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