
Die Kulturlotsen der VIA Perspektiven verbrachten einen sonnigen, spannenden und sportlichen Tag zum »Renntag des Sports« an der traditionsreichen Rennbahn Hoppegarten. Hier konnten alle Teilnehmenden die Faszination, die von edlen Pferden ausgeht, hautnah erleben.

Dieser Renntag vereint hochkarätigen Galoppsport mit einem bunten Fest für alle Teilnehmenden – es waren mehrere tausend Menschen, die zur Rennbahn kamen, um hier einen entspannten und gleichermaßen spannenden Sonntag zu verbringen. Wir hatten Plätze auf dem »Heuboden« gebucht – mit bestem Blick auf die Rennbahn und den Zieleinlauf. Dafür waren zwar 80 Stufen zu bewältigen, aber der Ausblick über das gesamte Rennbahn-Gelände war phänomenal. Und noch ein Vorteil: Wir saßen dadurch an diesem sonnigen und heißen Tag die gesamte Zeit ganz angenehm im Schatten.

Für uns Kulturlotsen wurde ein abwechslungsreiches und hochkarätiges Programm geboten: Neben neun spannenden Galopprennen standen auf dem Besucherplatz der Profi- und Breitensport Berlins und Brandenburgs im Mittelpunkt. Vertreten waren Sportvereine wie der Fußballverein 1. FC Union Berlin mit Torwandschießen, Kicker, Bolzbox und Fanshop. Ebenfalls ein Torwandschießen boten die Handballer von Füchse Berlin an. Der Eishockeysport war vertreten über die Eisbären Berlin – hier konnte man zum Beispiel das Schießen üben. Am Nachmittag gab es noch eine Autogrammstunde mit den Spielern der Eishockey-Mannschaft. Neben vielen weiteren Vereinen waren auch noch die Volleyballer vom BR Volleys vertreten, bei denen man sich auch sportlich betätigen konnte.
Die eigentlichen Höhepunkte boten allerdings die vielen Pferde, die in neun spannenden Rennen gegeneinander anritten. Es galt eine Distanz von 2.400 Metern zu bezwingen, für die es auch am meisten Geld zu gewinnen gab. Die Siegprämie betrug immerhin 55.000 €.

Vor jedem Rennen wurden die Pferde, die Rennställe und die Jockeys – so werden die Reiter genannt – im sogenannten »Führring« vorgestellt. Dieser Platz heißt deshalb so, weil die Pferde hier von Mitarbeitenden an einer Leine durch ein Oval geführt werden, bevor es auf die eigentliche Rennbahn geht.
Von unseren Sitzplätzen aus konnten wir diese Vorstellungen ganz bequem auf einer großen Leinwand verfolgen. Anschließend wurden dort die Wettquoten zu den einzelnen Pferden eingeblendet. Viele der Zuschauenden haben bei jedem Rennen etwas Geld auf einzelne Pferde gewettet – in der Hoffnung natürlich, dass das Pferd auch gewinnt. Wenn man wetten wollte, war der Mindesteinsatz 2 € für eine Sieg- oder Platz-Wette.
Richtig spannend wurde es denn immer beim Zieleinlauf, den wir von unseren Sitzplätzen aus ganz toll verfolgen konnten. Man spürte förmlich, wie die Spannung und Stimmung beim Publikum anstiegen. Es begann ein Geraune, ein Anfeuern der Pferde und ein großer Jubel, wenn das Pferd, auf das gewettet worden war, auch gewonnen hatte. Es war eine Jubel-Stimmung wie bei einem siegreichen Tor im Fußballstadion.

Nach jedem Rennen wurden dann bei einer Siegerehrung Pferd und Jockey sowie der Rennstall noch einmal vorgestellt und mit kräftigem Applaus gratuliert.
Spannend und witzig zugleich war auch das Maskottchen-Rennen. Hier liefen die vielen Maskottchen der einzelnen Vereine und Sponsoren, die ja in Wirklichkeit Menschen in dicken Kostümen waren, zur Freude des Publikums ein kleines Rennen vor der Haupttribüne. Die Kostüme wiegen manchmal mehr als fünfzehn Kilogramm, so dass die Menschen in den Kostümen bei der Hitze nicht wirklich zu beneiden waren.
Aber es war trotzdem ein großer Spaß anzusehen, wie »Bully«, der Eisbär von den Eishockeyspielern Eisbären Berlin, »Charly« von den BR Volleys, das Sparschwein »Sparky« von der Berliner Sparkasse, »Ritter Keule« vom Fußballclub 1. FC Union, »Fuchsi« von den Handballern Füchse Berlin und weitere Maskottchen gegeneinander antraten. Gewonnen hat diese Rennen übrigens »Lenny«, der Adler vom Rugby-Club Berlin Adler.

Wer nicht alles live mitverfolgen konnte, hatte nach jedem Rennen noch die Möglichkeit, auf der Großleinwand gegenüber der Tribüne das Rennen in der Wiederholung zu sehen.
Insgesamt hatten wir Kulturlotsen einen abwechslungsreichen und spannenden Tag – und einige haben bereits die Idee, auch im kommenden Jahr wieder zum »Renntag des Sports« auf die Galopprennbahn Hoppegarten zu kommen.
© Text & Fotos: Uwe Steenbock
Schreibe einen Kommentar