
Der Wunsch eines Klienten war Anlass, mal einen Ausflug ins schöne Brandenburg zu machen. So fuhren wir ins kleine Dörfchen Kampehl in der Prignitz, wo schon seit 324 Jahren Christian Friedrich von Kahlbutz, der sogenannte »Ritter Kalebuz« ruht. Es gibt etliche Sagen und Erzählungen zum Leben und Tod dieses Ritters. Doch verdankt er seine Bekanntheit vor allem dem Umstand, dass sein Leichnam niemals verweste – ohne das künstliche Mumifizierungsverfahren angewendet wurden.
Tatsächlich ist auch heute noch ungeklärt, warum die Leiche in dieser Form erhalten blieb. Weder konnten einst Rudolph Virchow noch moderne CT-Verfahren eine plausible Erklärung dafür liefern.

Im Anschluss ging es weiter ins Havelland, genauer gesagt ins Ländchen Rhinow. Hier wurde am 23.10.1989 eine »Iljuschin IL-62« der Interflug auf einer nur etwa 860 Meter langen Ackerpiste in Stölln, Ortsteil der Gemeinde Gollenberg, zu Ehren des Flugpioniers Otto Lilienthal erfolgreich gelandet. Der Flugpionier nutzte den Gollenberg bereits 1894 für seine Erprobungsflüge. Stölln war auch der Ort, an dem sich im August 1896 der Flugunfall ereignete, an dessen Folgen Lilienthal einen Tag später starb


Im Flugzeug wurde ein interessanter Film der Landung und der Entstehung der Überführung des Flugzeuges gezeigt. Benannt ist das Flugzeug nach Lilienthals Ehefrau Agnes, welches heute als Museum und auch als Standesamt dient.
© Text & Fotos: David Höpfner
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