Mit den Kulturlotsen ging es diesmal zum »Presse- und Informationsamt der Bundesregierung«, vielen besser als Bundespresseamt bekannt. Ganz nah am Bahnhof Friedrichstraße gelegen, steht das Besucherzentrum allen offen, die gerne etwas über die Arbeit der Bundesregierung erfahren möchten.

Das Bundespresseamt untersteht direkt dem amtierenden Bundeskanzler, also zurzeit Friedrich Merz, und versteht sich als zentrale Informationsdrehscheibe zwischen der Bundesregierung, den Medien und der Bevölkerung. In einem für uns reservierten Raum wurde uns zunächst von einem freundlichen Mitarbeiter ein Film über die Arbeit des Bundespresseamts gezeigt.

So erfuhren wir, dass es zwei Hauptaufgaben gibt: die interne und die externe Kommunikation. Das bedeutet zum einen, dass die aktuelle Politik mit allen Entscheidungen und Maßnahmen möglichst transparent, verständlich und verlässlich nach außen erklärt werden muss. Dies umfasst die klassische Medienarbeit, wie zum Beispiel Pressemitteilungen, das Onlineportal sowie die Organisation von Veranstaltungen, Ausstellungen oder Informationsfahrten.

Interne Kommunikation bedeutet zum anderen, dass alle aktuellen Nachrichten beobachtet und analysiert werden müssen. Über 200 Mitarbeitende tun dies im Schichtsystem rund um die Uhr. Ein wichtiger Aspekt ist zu prüfen, ob es sich bei den Meldungen um Tatsachen oder um sogenannte »Fake-News« handelt. Die wichtigsten nationalen und internationalen Nachrichten werden stets aktualisiert und gebündelt der Bundesregierung zur Verfügung gestellt.

Das Presseamt betreibt zudem auch Meinungsforschung, um die Stimmungen und Einstellungen der Bevölkerung zu politischen Themen zu erfassen, was der Regierung als wichtige Entscheidungshilfe dienen kann. Dies passiert zum Beispiel vor Landtags- oder Bundestagswahlen oder – ganz aktuell – bei der Diskussion um die hohen Öl-, Gas- und Benzinpreise.

Alle Interessierten können sich während der Öffnungszeiten kostenlose Infos über die Arbeit der Bundesregierung an einer langen Informationswand mitnehmen. Und wer darüber hinaus noch Lesestoff sucht, kann dies online und ebenfalls kostenlos machen: bundesregierung.de/publikationen

Bestens informiert und randvoll mit neuesten Nachrichten haben wir uns nach etwa 100 Minuten für das tolle Informationsgespräch bedankt.

© Text und Fotos: Uwe Steenbock