
Am 19. Februar 2025 war es soweit – die Kulturlotsen fanden sich im Museum für Naturkunde ein, um mit einer Führung auf eine gigantische Abenteuerreise durch die Natur zu gehen.
In der Eingangshalle des Museums begrüßten uns gleich mehrere Saurierskelette. Darunter auch das weltweit höchste aufgestellte Skelett eines Sauriers, »Giraffatitan brancai«. Diesen Namen verdankt er seinem giraffenähnlichen, langen und schlanken Hals. Es ist schon sehr beeindruckend, wie groß diese Tiere, die vor 150 Millionen Jahren lebten, waren.

Sehr beeindruckend war auch das Skelett vom »Tyrannosaurus Rex«, das aktuell im Museum zu bestaunen ist. Separat davon kann man noch einen Kopf von diesem Saurier bestaunen, der allein schon durch seine riesigen Zähne etwas martialisch aussieht.

Geradezu niedlich und harmlos wirkt dagegen das Skelett vom »Archaeopteryx lithographica«. Dieses Skelett, welches nur so groß ist wie ein Huhn, beschreibt den Übergang vom Saurier zum Urvogel, also den ersten gefiederten Vögeln. Hier im Museum ist – durch dickes Panzerglas geschützt – das weltweit am besten erhaltene Exemplar zu sehen.

Unser geführter Rundgang ging dann in die Forschungssammlung des Museums – in großen Regalen sind hier etwa eine Million Tiere zu sehen. Um diese Tiere, zum Beispiel Fische und Schlangen, für lange Zeit haltbar zu machen, wurden sie in Alkohol eingelegt. Die ersten Tiere wurden bereits vor 200 Jahren so eingelegt. Sie dienen noch heute oft zu Forschungszwecken von Naturforschern und Biologen.


Der Rundgang zeigte uns auch, wie vielfältig das Museum ist – von der Wand der Evolution, in der die Tierwelt beispielhaft in seiner Bandbreite zu sehen ist, bis zur Abteilung mit den Tierpräparaten. In dieser Abteilung sind unter anderem der Eisbär Knut, Gorillas und Pandas sowie viele andere präparierte Tiere zu bestaunen. Besonders lebensecht wirkte eine Szene, wie ein Leopard nach Papageien schnappt – mit dieser Szenerie gewann eine Präparatorin des Naturkundemuseums die Goldmedaille auf der letzten Weltmeisterschaft für Präparation.

Den Abschluss unserer Tour bildete ein Besuch der Mineraliensammlung sowie ein Blick in die historische Vogelsammlung, die die Buntheit und Vielfältigkeit der Vogelwelt zeigt. Zum Ende der Tour konnte man in viele strahlende Gesichter schauen. Wir freuen uns schon sehr auf den kommenden Besuch Ende Juni im Museum, der ebenfalls schon ausgebucht ist.
© Text & Fotos: Uwe Steenbock
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