Autor: via-admin (Seite 9 von 11)

Meine eigenen Wohnungen

Ich habe bis zu meinem 18. Lebensjahr bei meiner Mutter gewohnt. Meine Eltern haben sich getrennt und geschieden als ich sechs war. Ich habe mich für meine Mutter entschieden, weil ich mit ihr besser klarkam als mit meinem Vater. In der dritten Klasse bin ich mit ihr von Wedding nach Steglitz gezogen. Ich bin in Steglitz bis zur 8. Klasse auf die Realschule gegangen und habe danach ein Aufbaugymnasium bis zur 10. Klasse besucht. In der 11. Klasse bin ich auf mein »Traumgymnasium«, die Beethoven Schule in Lankwitz gegangen. Ich hatte meine erste Freundin kennengelernt und habe mit ihr angefangen zu kiffen. Ich bin nicht mehr regelmäßig zur Schule gegangen und habe mich immer vom Arzt krankschreiben lassen und bin in der Schule nicht mehr am Ball geblieben. Ich habe es nur bis zur 12. Klasse geschafft und hatte dann nicht mehr genug Punkte für das Abitur.

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»Eckhard, erzähl mir mehr«

Teil II des Interviews

In wenigen Tagen wird das Zentrum AktionsRaum zum offenen Erfahrungsraum. Lesen Sie im zweiten Teil des Interviews mit Eckhard Schwarzenberger wie die Idee zur Ausstellung entstand, warum es bei einem solchen Projekt auf gute Teamarbeit ankommt, lesen sie von besonders berührenden Momenten und werden Sie neugierig auf die Erfahrung des kontrollierten Kontrollverlustes.

Wie kam die Idee des Konzepts zustande?

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»Erzähl mir mal was, Eckhard«

Die Woche der seelischen Gesundheit rückt näher und im Zentrum AktionsRaum dauern die Vorbereitungen für den 18. Oktober noch an. Vieles aber ist auch schon geschafft. Vorab zur Ausstellung haben wir Eckhard Schwarzenberger (organisatorische Leitung und Kurator) einige Fragen gestellt und interessante Antworten erhalten. Lesen Sie heute von starken Geschichten, vom innerlichen Mitschwingen und von Räumen, die Sie einladen, etwas zu erfahren.

Eckhard, die Ausstellung lädt ein unter dem Titel: Erzähl mir mal was – Resonanzserfahrungen im Zentrum AktionsRaum. Was darf man sich darunter vorstellen?

Wir bilden unsere Identität indem wir unser Leben als Geschichte erzählen. Diese Erzählung muss zuallererst uns selbst überzeugen. Wir bringen darin die Ereignisse unseres Lebens in einen sinnvollen Zusammenhang. Ob sie immer mit historischen Fakten übereinstimmt ist dabei zweitrangig. Denn unsere Erinnerung arbeitet konstruktiv. Es geht eher darum, welche Bedeutung wir den Ereignissen und Erfahrungen geben.
Was für Individuen gilt kann auch auf Institutionen und Organisationen übertragen werden. Starke Geschichten machen starke Identitäten. Wir glauben, dass das Zentrum AktionsRaum in seiner jungen Geschichte schon eine starke Erzählung entwickelt hat. Diese wollen wir in der Ausstellung der Öffentlichkeit vorstellen.

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Ich sehe was, was du nicht siehst

Ihre Wirklichkeit ist eine andere als meine Wirklichkeit. Wir können zur selben Zeit, dasselbe betrachten und würden es doch verschieden erfahren und unterschiedlich beschreiben. Die Künstlerin Milla Swann lerne ich als einen sehr achtsamen Menschen kennen. Sensibel und überlegt sind ihre Worte, das fällt mir bereits im ersten Gespräch auf. Ihre Kunst erlebe ich, als wären Ebenen der Wahrnehmung übereinandergelegt.

Milla Swann beantwortet hier die Frage nach ihrem Künstlernamen und gewährt uns persönliche Einblicke in die Entstehungsgeschichte eines ihrer Werke.

Wie kamen Sie zu dem Namen »Milla Swann« und seit wann benutzen Sie diesen Namen?

Ich brauchte eine »Fake« Emailadresse und als ich nach einem Namen suchte, war Milla Swann plötzlich in meinem Kopf als wäre der Name schon immer da gewesen. Als ich mich 2016 für die Fotografie und meine Website entschieden habe, wählte ich diesen Namen als Künstlernamen. Swan ist der englische Begriff für Schwan. Laut einer irischen Legende ist er der Begleiter der Seele ins sogenannte »Himmelreich«. Da sich in meiner Weltauffassung im Leben alles um die Seele und ihren Erfahrungen dreht, kann ich mich mit diesem Namen identifizieren.

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»Jeder Mensch ist kreativ und kann Künstler sein…

… wenn er die ständige Konfrontation mit dem eigenen Ich riskiert.«

Gwendrix ist eine aktive Künstlerin. »Die ständige Konfrontation«, wie die Künstlerin es selbst einmal sagte, »mit dem eigenen Ich«, mag ihre kreative Quelle sein, aus der sie schöpft und schöpft und schöpft. Wer ihre Bilder kennt, kennt die Vielfalt ihrer gestalterischen Arbeit. Wer ihre Bilder noch nicht kennt, bekommt hier die Gelegenheit ausgewählte Werke zu betrachten.

Für diese Auswahl meiner Bilder habe ich Acrylfarbe benutzt und diese mit Pinsel und teilweise Spachtel auf Papier aufgetragen. Die Vorgehensweisen sind unterschiedlich. Manchmal folge ich einfach meinem Gefühl und trage die Farben gleich auf oder ich zeichne Figuren und Formen mit Bleistift vor und arbeite dann die Zeichnung mit Farbe aus. Gelegentlich fange ich auch mit einem Hintergrund an, auf dem sich das Bild entwickelt.

Menschen und Gesichter interessieren mich und die Gefühle, die sie ausdrücken, aber auch Formen, wie sie in den abstrakten Bildern zu sehen sind. Farben sind mir sehr wichtig. Ich mag es wenn sie leuchten und verwende deswegen gerne helle Farben, z. B. Gelb und Rot.

©Gwendrix

Ein Ausflug mit den Kulturlotsen

Eine Kulturlotsenführung durch ein… Hotel?

Wer öfter mal mit der Bahn in Berlin fährt, dem ist sicher schon einmal das große, pfeilförmige und verspiegelte Gebäude aufgefallen: Das Estrel, mit 1125 Zimmern das größte Hotel Deutschlands. Der Name des Hotels setzt sich aus dem Anfangsbuchstaben des Vornamens und der ersten Silbe des Nachnamens seines Eigentümers zusammen, Ekkehard Streletzki.

Das Estrel beschäftigt ca. 550 Mitarbeiter*innen. Zwei von ihnen, sehr kompetente und freundliche junge Damen, leiteten die Führung. Die beiden Frauen machten keinen Hehl daraus, dass sie stolz waren hier zu arbeiten bzw. zu dieser großen Familie zu gehören. Nach Gebäck, Erfrischungen und einem Kurzfilm über das Hotel ging es los. Die Führung schien den beiden Hotelfachfrauen locker von der Hand zu gehen, dies war deutlich zu spüren. Nicht einmal während des ca. 1,5 km langen Fußwegs, überkam mich das Verlangen aufzuhören oder Langeweile. Es war unterhaltsam, informativ und kurzweilig. Wir wurden in ein Zimmer geführt, in welchem wir sogar einzeln bleiben durften um Fotos zu schießen, wir waren im obersten Stockwerk und genossen die Aussicht.

Das Estrel bietet seinen Gästen auch einen Fitnessraum und einen 400 qm großen Wellness-Bereich. Die Kirsche auf der Sahne wäre ein Umweg in die Präsidentensuite gewesen, doch leider war diese bewohnt. Man kann eben nicht alles haben.

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Fotografischer Waldspaziergang

Eine junge Frau schaut durch eine Kamera nach oben. Sie steht in einem Wald, zu sehen sind Äste und Büsche mit grünem Laub. Die Frau trägt einen Rucksack sowie eine Umhängetasche. Sie sieht schwer bepackt aus, ist aber sehr konzentriert und fokussiert auf ihren Blick durch die Kamera.

»Ich ging im Walde so für mich hin… « Johann Wolfgang von Goethe (1813)

Ein im Walde so für sich Hingehen, war das Waldprojekt für uns VIA Klienten nicht. Zielgerichtet wurde fotografiert und ausprobiert, was sich mit Licht und Schatten, Nadel und Laub, Himmel und Boden festhalten lässt: Keine Fotografie der Gegensätze sondern eher das Einfangen von Naturmomenten.

Der Wald kann Rückzugsort aber auch ein Ort zur Erholung und Entspannung sein. In der Natur können wir auftanken, was wir in der Hektik der Großstadt manchmal verlieren. Sei es innere Ruhe, sei es Kraft und Lebendigkeit. Die Farbe Grün hat eine beruhigende und doch anregende Wirkung auf Körper und Seele.

Das Farbenspiel, die Beschaffenheit des Bodens, das Blättermuster vor dem blauen Himmel, die Wuchsrichtungen der Baumstämme, die Zartheit eines Grashalms – all das ist auf den Fotos zu betrachten.

Gedankenkreise

Die Gedanken rasen durch meinen Kopf
Gefühle gehen durcheinander
Erschöpfung durch Wechsel aus Angst und Trauer
Verwirrung
Es ist nicht richtig, fühlt sich falsch an
Schäme mich, aber kann auch nicht alleine sein
Die Wege sind schwer, der Bus voll
Versuche mich zu konzentrieren, verstehe es aber trotzdem nicht
Bin müde, kann aber nicht schlafen
Alles ist neu und doch so gewohnt
Wünsche mir Frieden und Gelassenheit

Gwendrix

Digitale Kunst

Kunst, die am Computer erarbeitet wird, gibt es in allen Bereichen. Sei es Musik oder Bildkunst wie Druck, Malerei, Fotografie. Die künstlerischen Möglichkeiten nehmen zu, analoge und digitale Kunst beleben und bereichern einander. Hier sind einige Bildbeispiele computergenerierter Kunst eines Künstlers, der im Bereich digitales Design & Fotografie aktiv ist.

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