Nun schmückt sich der Oktober wieder mit bunten Farben, was auch für uns ein Anlass war, um ein herbstliches Hof-Fest mit unseren Klient*innen zu feiern.
Bei live gespielter Musik der Elly-Band, gutem Essen und einer prall gefüllten Tomobola-Box war das Beisammensein entspannt und sehr unterhaltsam.
Mein Name ist Patrick Weinhold und ich lebe seit dem 3. Februar 2023 bei den VIA Perspektiven in der Obdachlosen-Einrichtung ASOG Plus.
Ich habe eine schwere Zeit hinter mir, war am Boden und wusste nicht, wie es für mich weitergehen würde. Zusätzlich zu meinen persönlichen Schwierigkeiten gab es auch in anderen Einrichtungen, in denen ich war, einige Konflikte und Ärger.
Dann bekam ich ein 1-Zimmer-Appartment bei den VIA Perspektiven. Zu Beginn war ich unsicher, doch ich habe mich schnell über mein Zimmer mit Dusche und Küche gefreut.
Die ersten sechs Monate waren anstrengend. Ich brauchte Zeit für mich, um anzukommen und die Ruhe zu finden, die ich dringend benötigte. Nach einiger Zeit ging es mir zunehmend besser. Diese Privatsphäre hat mir sehr geholfen, mich in der neuen Umgebung wohlzufühlen.
Am 17. Juli haben sich die Kulturlotsen der VIA Perspektiven das zweite Mal in diesem Jahr auf den Weg in den Zoologischen Garten gemacht, um mit Hilfe eines Tour-Guides zu einer kleinen tierischen Weltreise aufzubrechen.
Tour-Guide Jenna begrüßte die Teilnehmenden bei bestem Wetter und begann mit der gemeinsamen Entdeckungstour bei den Elefanten. Die im Zoo lebenden Elefanten stammen aus Asien. Im Plauderton erfuhren wir von Jenna manche Neuigkeit – zum Beispiel, dass Elefanten nur vier Zähne haben – dabei kann bei einem erwachsenen Elefanten ein Zahn allerdings durchaus bis 10 cm breit und gut 30 cm lang werden.
Weiter ging es nach Sibirien zu der kleinen Herde von Steinböcken, die aktuell aus 13 Tieren besteht. Hier lernten wir humorvoll etwas zum Unterschied von Hörnern – die Steinböcke haben – und einem Geweih, wie wir es von Hirschen kennen. Wenn es hier einmal Nachwuchs gibt, so hörten wir, wird dieser über internationale Zuchtprogramm entweder an andere Zoos weitergegeben – oder in der freien Natur ausgewildert.
Herr Zarei und ich machten uns mal wieder auf die Suche nach spannenden Orten. Heute wählten wir hierfür das Sowjetische Ehrendenkmal in der Schönholzer Heide in Pankow aus. Ich befragte ihn im Anschluss zu seinen Eindrücken:
Es würden dort viele Soldaten in Frieden begraben liegen. Man sähe viele Gräber und Tafeln mit russischer Innschrift. Es sei ein ruhiger Ort, an dem man gut seinen Gedanken folgen könne – die Vögel zwitschern, weil nun endlich Frühling sei! Jedoch wirke alles auch düster, bedrückend und traurig: »Scheiß Geister hier!«
Er würde den Ort deswegen nicht weiterempfehlen und erneut besichtigen. Nur um die Bäume zu besuchen, die hier in Reih und Glied gepflanzt wurden.
Anschließend genossen wir gemeinsam die Frühlings-Sonne!
Da einige unserer Klient*innen im Berliner Bezirk Schöneweide wohnen, liegt es selbstverständlich nahe, immer wieder etwas Zeit im schönen Volkspark Wuhlheide zu verbringen. Überwiegend im Sommer natürlich, zum Spazieren-gehen, zum Baden oder Grillen, Sport oder Tanzen… oder einfach nur um ganz entspannt abzuhängen.
Die Wuhlheide ist ein sehr weitläufiger Ort, eine echte Oase für Leib und Seele, und auf unseren Spaziergängen gibt es immer Vieles zu entdecken. Beispielsweise kann die Rinde von Bäumen aussehen wie ein modernes Gemälde.
Mitten im Park tauchen auf einmal die Gleise der Berliner Parkeisenbahn, auch Schmalspurbahn genannt, auf. Sie wurde 1955 als Pioniereisenbahn in Betrieb genommen und früher von Kindern und Jugendlichen betrieben.
In diesen Tagen ist es schön zu sehen, wie die Natur langsam und sanft ihr Winterkleid abstreift und überall kleine Blüten und zartes Grün zum Vorschein kommen. Die Wuhlheide ist ein wunderbarer Ort für anregende Gespräche und um einfach mal die Seele ein bisschen baumeln zu lassen.
Der Schlosspark Niederschönhausen in Pankow ist ein absoluter Insider-Tipp. Mit der Panke und dem Schloss Schönhausen präsentiert er sich als märchenhafter Fotospot mit Naturcharakter mitten in der Stadt. Unter den Anwohnenden ist der Park sehr beliebt. Alle kennen ihn und für viele ist er eine Anlaufstelle zur Erholung und Freizeitgestaltung. Er gilt nicht nur als Treffpunkt für junge Leute sondern auch als Zufluchtsort für Familien. Mit seinen Grünflächen, Liegewiesen und breiten Spazierwegen ist der Schlosspark weitläufig und facettenreich.
Die Besonderheiten des Schlossparks sind sowohl die Panke, die einmal komplett durch den Park fließt und anschließend in die Spree mündet, als auch das Barockschloss Schönhausen. Beide verleihen dem Park einen verträumten und romantischen Charakter.
Der Park ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Er strahlt je nach Saison eine unterschiedliche Atmosphäre aus und ermöglicht im Sommer gänzlich andere Fotos als beispielsweise im Herbst, wenn bunte Blätter an den Bäumen leuchten, oder im Winter, wenn die Panke mit Eis und die Wege mit Schnee bedeckt sind.
Die Fotomotive im Schlosspark Niederschönhausen spiegeln zur Abwechslung mal nicht die raue, sondern eine bunte und naturnahe Seite der Stadt wieder. Ein Spaziergang im Grünen sorgt für Entschleunigung im hektischen Stadtleben – der Park bietet Raum zum Erholen, Entdecken und Austoben.
»Unser Ausflug war an einem kalten Wintertag mit sehr viel Schnee. Ich mag Schnee. Doch am besten haben mir die großen, alten Bäume gefallen – die sind sicher über hunderte von Jahren alt!«(H. Zarei)
Auf unserer ersten Kieztour haben wir den Bürgerpark in Pankow besucht. Hierher gelangt man mit der Straßenbahn M1 oder dem Bus 250 und springt an der Haltestelle »Bürgerpark Pankow« beinahe direkt ins Grüne. Gleich hier liegt der 12 Hektar große Park, indem man viele verschiedene Pflanzen und die ersten Blumen entdecken kann, die gerade den Frühling ankündigen.
Es gibt für alle etwas zu entdecken: Ob auf einem kleinen Spaziergang entlang der Panke oder beim Bestaunen der Kunst in Form vieler Skulpturen und Denkmäler, wie zum Beispiel das des tschechischen Bildhauers Zdeněk Němeček, welches zu Ehren seines Landsmanns, dem Schriftsteller und Widerstandskämpfer Julius Fučik geschaffen wurde. Im Park gibt es außerdem eine Freiluftgaststätte, ein Musikpavillon, ein Tiergehege sowie den Kinderbauernhof »Pinke Panke«.
Der Besuch lohnt sich allemal – Schaut vorbei!
»Am schönsten fand ich es in Gesellschaft zu sein. Alleine spazieren zu gehen macht nicht so viel Spaß!«(H. Zarei)
Ich habe überlegt, wie ich das nächste Blogthema finde und dachte darüber nach, was ich kenne und worüber ich schreiben könnte. Nach langer Recherche überlegte ich, wo ich eigentlich bin und kam so auf die Idee, überflüssige aber interessante Fakten über unsere Stadt zusammenzutragen. Dabei ist folgender informativer Text für euch zum Nachlesen entstanden.
Der Name Berlin stammt aus der slawischen Sprache. Berlin setzt sich aus dem Wort brl, für Morast oder Sumpf und der für Ortsnamen typischen Endung in zusammen. Berlin heißt also dem Namen nach, der Ort im Sumpf.
Aus dem Leben gegriffen und über den Alltag berichtet. Was erlebt man während eines Praktikums im Lwerks … cultur, einem Café und Restaurant am Rathaus Neukölln?
Die Öffnungszeiten im Café Lwerk haben sich geändert. Montags fange ich um 10 Uhr an, mein Fahrweg beträgt 45 Minuten und ich muss viel stehen und laufen. Das längere Stehen ist anstrengend. Ich muss das schmutzige Geschirr kurz abspülen und dann in die Spülmaschine tun. Die Haupttätigkeit besteht im Abtrocknen. Es sind sehr viele Gläser, die ich polieren muss. Manchmal muss ich auch etwas aus dem Lager holen oder den Koch unterstützen und ein Rührei zubereiten. Ich durfte auch einmal Keksplätzchen ausstechen. Was auch zu meinen Tätigkeiten gehört, ist das Wäscheaufhängen und die Wäsche zusammenlegen. Um halb eins gibt es ein gutes Mittagessen, meist mit Salat. Zwischendurch sollen wir viel Selters trinken. Manchmal darf man auch einen Cappuccino trinken.
Inzwischen dämmert es draußen und das Licht bricht nun bläulich von außen durch die großen Fenster. Ein Teil der Anleiter ist im Gang unterwegs, manche kamen erst verspätet an und hören sich den Vortrag nun an. Bekannte Leute, ehemalige Praktikanten, Fremde, Klienten sitzen, lauschen, laufen, trinken.
Ein Besucher streift durch den Gang und merkt die großen Fenster und Räume an. »Ist bestimmt schön hier – das Licht!«, »Ist bestimmt hell hier, nicht wahr?«
Ich, einen Blick in den Hof und die Dämmerung werfend »Ja – das ist hier sehr freundlich.«
Mitklient: »Ah, du schreibst hier alles auf«. »Was denn eigentlich?« Ich: »Gedanken, Beobachtungen, was mir gerade so auffällt.« Mitklient: »Ah, das ist toll – das ist gut. Das sollte ich auch so machen. Einfach mal so festhalten.« lacht – »Das ist gut, das merke ich mir – fürs nächste Mal.« Während ich das hier aufschreibe, ist er auch schon weggegangen. Was ich erst danach merkte.