Schlagwort: Gedanken (Seite 1 von 2)

König der Kekse

Es gibt drei Bäcker aus verschiedenen Bezirken, Neukölln, Kreuzberg und Buckow.

In Neukölln backt der Bäcker aus einem Brandteig den Zombiekeks. »Meine neueste Kreation«, sagt der Bäcker. Der Zombiekeks schaut gruselig aus. Später sagt der Zombiekeks zum Bäcker, dass er seinen eigenen Weg gehen will. Sein Plan: Eine Zombiekeks-Apokalypse.

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Fühlsinn – Kurzlyrik

Fühlsinn

Hat Sinn
macht Sinn
Unsinn
Sinn hinter dem
was ich dachte sah fühlte
hoffte horchte
in den Händen der
Zeit
horchte hörig
wendet sich das Blatt

Nüsse auf der Fensterbank
hartschalig
weichkernig

Spinnennetz

Fadenträchtig
Die Spinne
baut ein Netz
feine Fäden komplexer Natur
Netzwerkarbeiterin

Worte

gesagt gesprochen
vergangen und vergeben
vergessen, was da war
Worte

Texte von Heliane Hagel
Foto: VIA Perspektiven

Baut die Burg ab

Um die Burg nun endlich abzubauen schrieb ich einen Artikel für den VIA Blog

Baut die Burg ab!

Das Thema mit der Burg geht mir nicht aus dem Kopf, obwohl ich nicht gekifft habe. Alles, was Burg ist, muss abgebaut werden. Dann leben wir unser eigentliches Leben ohne Krankheit und Tod. Wie ich auch schon in meinem Artikel im Blog über die Burg meinte, sind wir so frei und können auch mit der Burg ohne sie leben statt zu »gelden« und zu »toden«, aber meiner Meinung nach, ist es schon lange Zeit, sich von der Doppelkreuzritterburg zu trennen und im selbstverständlichen Paradies zu leben. Hinter der Burgwand (Häuserwand oder Straße) ist unser abgeschaltetes, eigentliches Leben. Und das mit dem Kapitalismus würde sich auch erledigen. Wir können auch in unserem eigentlichen Leben arm, obdachlos, krank und tot sein, ohne arm, obdachlos, krank und tot zu sein. Es gibt sogar den Kapitalismus, ohne dass es ihn gibt. Durch meine Freiheit lebe ich schon lange im eigentlichen Leben, obwohl alle schlafen. Wacht auf! Es lohnt sich geboren zu sein! Von dem eigentlichen Leben bekommt man nicht genug! Wir sind geboren um zu leben und nicht zu sterben, um reich zu sein und nicht um arm zu sein, ohne Geld zu leben und nicht mit Geld zu leben, gesund zu sein und nicht um krank zu sein, dafür ist das Leben zu wertvoll!

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Kurzlyrik

Mein Ort

Ich habe einen Ort

Der gehört nur mir
In ihm finde ich Antworten
Er ist licht und hell
Er weist mir den Weg

Ich brauche meinen Ort

An dem bin nur ich

Am Morgen

In den Tönen des Morgens
geht die Nacht dahin
Ein Abschied auf Raten
doch ist es einer

Mein Raum gehört mir
Meine Sehnsucht ist die
meine

Mein Schmerz am Verklingen
wer hätte das gedacht?

Texte von Heliane Hagel
Foto: K. Heider

Resonanzerfahrung II

17:00 Uhr – Vortrag 2. Durchlauf.

Inzwischen dämmert es draußen und das Licht bricht nun bläulich von außen durch die großen Fenster. Ein Teil der Anleiter ist im Gang unterwegs, manche kamen erst verspätet an und hören sich den Vortrag nun an. Bekannte Leute, ehemalige Praktikanten, Fremde, Klienten sitzen, lauschen, laufen, trinken.

Ein Besucher streift durch den Gang und merkt die großen Fenster und Räume an. »Ist bestimmt schön hier – das Licht!«, »Ist bestimmt hell hier, nicht wahr?«

Ich, einen Blick in den Hof und die Dämmerung werfend »Ja – das ist hier sehr freundlich.«

Mitklient: »Ah, du schreibst hier alles auf«. »Was denn eigentlich?«
Ich: »Gedanken, Beobachtungen, was mir gerade so auffällt.«
Mitklient: »Ah, das ist toll – das ist gut. Das sollte ich auch so machen. Einfach mal so festhalten.«
lacht – »Das ist gut, das merke ich mir – fürs nächste Mal.«
Während ich das hier aufschreibe, ist er auch schon weggegangen. Was ich erst danach merkte.

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Was erleben wir auf unserem Arbeitsweg, wenn wir unsere Wahrnehmungskanäle öffnen?

Arbeitsweg mit Musik

Ich kam heute früh wieder aus der Tür meines Hauses und erfreute meine Lunge mit der frischen Stadtluft. Die im Vergleich zur trockenen Heizungsluft meines Zimmers trotz der Kälte, wie eine Sommerbrise bei mir ankam. Dann machte ich mich auf den Dreiminutenweg von meiner Haustür zum S-Bahnhof. Vor der ersten Ecke hatte ich mir schon meine Sonykopfhörer über den Kopf gestülpt und damit meine Realitätswahrnehmung stark eingeschränkt, weil ich nur noch bassreiche Technomusik höre. Der Rest des Weges war für mich deswegen wie eine Halluzination, die an mir vorbeizieht bis zum Supermarkt am Südkreuz. Dort kaufte ich mir ein Getränk und nahm aus Höflichkeit der Kassiererin gegenüber, meine Kopfhörer kurz ab. Daraufhin ging ich wieder über den Bahnhof und dann zur Werkstatt.

Mein Arbeitsweg ohne Musik

Dass es sehr kalt war, fühlte ich schon als ich vor die Haustür trat. Ich nahm den Weg, von zu Hause zur S-Bahn als sehr kurz wahr, aber durch die 5°C wirkte er länger. Als ich bei der S-Bahn ankam, waren meine Hände schon kalt. Während der Fahrt in der S-Bahn, in der ich heute sogar von Anfang an einen Sitzplatz bekam, sah ich teils vertraute Gesichter. Auf dem Weg vom Südkreuz zur Arbeit fror ich nicht so sehr, da dieser kürzer war.

©Kevin Heider

Auf meinem Weg
von Milla Swann 

Wegabschnitt

Tippe di tipptipp
Geht’s die Treppe runter
Tipp schlürf tipp
Auf zum Fahrrad
wusch schlürf rassel klong
Tasche aufgeladen
Rad abschließen
Klapper Raschel
Und es geht nach Haus
Wohin will ich?
Noch einkaufen?
Keine Lust
Frisches Gemüse wäre gut
fahren fahren
Wo biege ich ab?
Den Weg oder den anderen,
ich könnt auch so rum fahren
Ach da lang
Die Strecke ist schön
wusch surr surr

von tetrapackkarton

Resonanzerfahrung I

Impressionen der Resonanzerfahrung – zur Ausstellung am 18.10.2018

Zur Orientierung mag noch erklärt werden, dass ich die Zeit der Ausstellung mittendrin mit einem Klemmbrett, Papier und Stift verbrachte und das Folgende im Verlauf darnieder schrieb. Herrn Sternbecks Neugierde
»Was machen Sie jetzt?«, ich: »Stimmungen einfangen «
»find ich gut «
Herr Sternbeck zufrieden lächelnd, gehend

Unbekannter Herr:
Erzählt (auf Nachfrage): Er sei grad angekommen, war eben im Maschinenraum.
Dann Herr Sternbeck aus dem Schleifraum kommend
»Wollen Sie gleich hier rein, der Gegensatz – ist beeindruckend – wie es sich anhört!«
Unbekannter Herr geht in den Schleifraum.

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Freunde gewinnen

Was wäre unser Leben ohne Freunde? Trist!
Wer kennt uns so gut wie unsere Freunde?
Freunde sind die selbst erwählte Familie.
Auf sie ist Verlass und wir können immer auf sie zählen.
Manche Freundschaften sind von langer Dauer, manche von kurzer.
Freundschaften müssen auch gepflegt werden damit sie lange halten können.
Aber wo findet man Freunde?
Zum Beispiel im Verein oder auf der Arbeit kann eine Freundschaft entstehen. Sogar zufällige Bekanntschaften von der Straße, könnten zu Freundschaften werden.
Durch Freundes-Freunde kann man auch seinen Freundeskreis erweitern.
Lassen sie es nicht zu, dass sie ohne Freunde durch das Leben gehen.
Jeder von uns ist es wert, Freunde zu haben.
Wir selbst können uns gute Freunde sein.
In diesem Sinne auf eine gute Freundschaft!

Eure Rosenwasser

Vor dem Neustart

Im Netz

Alles, was mich bewegt oder unbewegt lässt, sucht sich Platz. Sucht und kratzt. Sucht innen und außen, klopft und tropft, dringt hindurch. Und ich muss gar nichts tun, denke ich. Also tue ich nichts. Bin bewegt und irgendwie auch unbewegt, bin da und atme – vor dem Neustart die Luft.

sk

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