Es gibt drei Bäcker aus verschiedenen Bezirken, Neukölln, Kreuzberg und Buckow.
In Neukölln backt der Bäcker aus einem Brandteig den Zombiekeks. »Meine neueste Kreation«, sagt der Bäcker. Der Zombiekeks schaut gruselig aus. Später sagt der Zombiekeks zum Bäcker, dass er seinen eigenen Weg gehen will. Sein Plan: Eine Zombiekeks-Apokalypse.
Superman hat sich im Laufe der Zeit schon einen Namen gemacht. Nun ist es an der Zeit weiter zu denken, zwang sich ihm in der drohenden Midlifecrisis, der Gedanke auf.
Er kam zu dem Schluss, einen Superheldensohn zu machen, um einen Supererben für seine Superheldenkarriere zu haben. Da ein Superheld keine Hilfe braucht, baute er sich kurze Zeit später einen Superheldensupermansohn. Zu Beginn der Superheldensohnerziehung fiel es Superman natürlich leicht. Doch dann kam eine stärker als normal ausfallende Superheldenpupertät.
Ich kam heute früh wieder aus der Tür meines Hauses und erfreute meine Lunge mit der frischen Stadtluft. Die im Vergleich zur trockenen Heizungsluft meines Zimmers trotz der Kälte, wie eine Sommerbrise bei mir ankam. Dann machte ich mich auf den Dreiminutenweg von meiner Haustür zum S-Bahnhof. Vor der ersten Ecke hatte ich mir schon meine Sonykopfhörer über den Kopf gestülpt und damit meine Realitätswahrnehmung stark eingeschränkt, weil ich nur noch bassreiche Technomusik höre. Der Rest des Weges war für mich deswegen wie eine Halluzination, die an mir vorbeizieht bis zum Supermarkt am Südkreuz. Dort kaufte ich mir ein Getränk und nahm aus Höflichkeit der Kassiererin gegenüber, meine Kopfhörer kurz ab. Daraufhin ging ich wieder über den Bahnhof und dann zur Werkstatt.
Mein Arbeitsweg ohne Musik
Dass es sehr kalt war, fühlte ich schon als ich vor die Haustür trat. Ich nahm den Weg, von zu Hause zur S-Bahn als sehr kurz wahr, aber durch die 5°C wirkte er länger. Als ich bei der S-Bahn ankam, waren meine Hände schon kalt. Während der Fahrt in der S-Bahn, in der ich heute sogar von Anfang an einen Sitzplatz bekam, sah ich teils vertraute Gesichter. Auf dem Weg vom Südkreuz zur Arbeit fror ich nicht so sehr, da dieser kürzer war.
Tippe di tipptipp Geht’s die Treppe runter Tipp schlürf tipp Auf zum Fahrrad wusch schlürf rassel klong Tasche aufgeladen Rad abschließen Klapper Raschel Und es geht nach Haus Wohin will ich? Noch einkaufen? Keine Lust Frisches Gemüse wäre gut fahren fahren Wo biege ich ab? Den Weg oder den anderen, ich könnt auch so rum fahren Ach da lang Die Strecke ist schön wusch surr surr
Auf der Zinne stehe ich und frage mich: Warum nur ich? Warum es alles mir passiert, warum es alles hier passiert. Mich friert es schon bei dem Gedanken An die imaginären Schranken Unserer aller Wahrnehmung Und ebendrum sitz ich nun hier Und ritze, kritzle aufs Papier. Freue mich des Lebens Wendung Mein Bewusstsein voll auf Sendung, eine Endung seh ich nicht. Gen End des Tunnels noch kein Licht Und denke deshalb umso mehr, wenn’s Leben doch nur einfach wär, so würd ich meine Chance erkennen; den einzgen Weg könnt ich benennen und laufen immer gradeaus ganz grade aus der Qual hinaus, hinaus, hinaus ins Unbekannte unterwegs in neue Lande Auf der Suche nach dem Pfad, fernab vom ewig drehenden Rad und Rat, der Gute, wär doch teuer wie so manches alt’s Gemäuer ungeheuer lang nun schon, warte ich und voller Hohn lacht mir mein Schicksal ins Gesicht zerbricht die liebgewonnene Pflicht, erlischt mein letzter Funke Glaube und mein Körper liegt im Staube Doch ich glaube, hoffe weiter Kletter auf der Lebensleiter Ohn zu fragen einfach sehend Einen neuen Tag erflehend, der mir vielleicht die Lösung bringt, an dem die Welt neu für mich singt, an dem die Liebe mir neu lacht, Tag für Tag Und Nacht für Nacht.
Ich liege in meinem Apartment und starre an die Decke. Mein Apartment befindet sich im 523ten Stock in einer der Wohneinheiten im Distrikt 412 der Stadt. Eigentlich könnte ich mich ziemlich glücklich schätzen. Es ist ein Luxusapartment und verfügt damit sogar über einen eigenen Körperwaschautomaten und eine Fäkalienumwandlungseinrichtung, die ich mir mit niemandem teilen muss, so wie die armen Schweine ab dem 400ten. An die unteren 200 Stockwerke nahe der Oberfläche wage ich gar nicht erst zu denken.
Als ich dann aus dem Fenster sehe streift mein Blick flüchtig den Regen, der in wahrhaft kaskadenartigen Sturzbächen den Boden in einen Morast aus Schlamm und Blättern verwandelt, bevor er sich, wie üblich, auf die Aushänge an dem kleinen Kiosk auf der gegenüberliegenden Straßenseite fixiert, die Ich von hier aus zwar als interessantbunten Fleck sehen, aber nicht lesen kann. Es ist mir aber auch ziemlich egal, da ich ohnehin nur eine vorrübergehende Raststätte, eine bequeme Bank in der großen Wartehalle, zu der mein Leben geworden ist, ja, die es irgendwie schon immer war, suche.
Ein Glückstreffer war das nun gerade wirklich nicht, als Ich mich vor mittlerweile vielen Jahren von guten Freunden, man kennt das, dazu drängen ließ, das Rauchen anzufangen. Das Rauchen anzufangen. Zunächst muss man Rauchen ja tatsächlich erst mal lernen. Ich kann mich, wie jeder Raucher, noch genau an meine allererste Zigarette erinnern. Damals vor dem Kino, das es jetzt schon seit Ewigkeiten nicht mehr gibt. Alles diesen blöden Cinestar-Wichsern zum Opfer gefallen. Wie auch immer. Ich stand also da mit meinen drei damals besten Freunden, zwei davon Raucher, wir wollten irgendeinen Film sehen und die beiden »mussten« natürlich vorher erst noch schnell »eine qualmen«, wie man sagt. Ein Lungenbrötchen essen und so. Wie so oft damals bei solchen Gelegenheiten bekamen wir beiden Nichtraucher natürlich auch eine angeboten, denn: Die braucht man unbedingt, um cool zu sein. Anders: Keine Chance. Florian lehnte dankend ab. Ich griff zu. Weiterlesen
Ich sitze am Fenster und die Füße baumeln im Regen. Dritter Stock. Wenn man wollte, könnte man mich springen glauben. Aber ich springe nicht. Bin bisher immer nur weit und hoch aber niemals hinab oder irgendwo hinaus gesprungen.
Weitsprung, Hochsprung, Landesmeisterschaften. Lauf! Spring! Und ich träume immer wieder, dass mir die Schuhe fehlen. Die richtigen Schuhe, die zum Laufen und Springen, diese mit den Spikes in der Sohle. Siegerschuhe eben. Die kauft man nicht in Polen oder in der Tschechoslowakei. Die gab es noch, als ich diese Schuhe brauchte. Also nicht die aus Polen oder der Tschechoslowakei. Aber die Tschechoslowakei gab es noch. Und vielleicht deswegen träume ich noch heute von diesen Schuhen, die ich nie hatte, und von diesem Metallschrank, in dem solche Schuhe waren. Aber nicht meine. Irgendwelche. Fremde. Lauf! Spring! Und das in diesen Schuhen, die keine Siegerschuhe waren.