Kategorie: Kreativität (Seite 3 von 5)

Erinnerung an Monika Schmook

Frau Schmook lebte in der Zeit von 2001 bis 2012 in einer therapeutischen Wohngemeinschaft der VIA Perspektiven, im Britzer Damm 72, in Berlin Neukölln. Sie kam dahin, weil sie das Kunstatelier nutzen und im Kontakt mit anderen Menschen sein wollte. Dabei bestand sie, wo es aus ihrer Sicht nur möglich war, auf Selbstständigkeit. Die Betreuenden vor Ort und ihre rechtliche Betreuerin duldete sie, sofern sie sich in ihren Freiheiten nicht gestört fühlte. Die Mitarbeitenden vom Sozialpsychiatrischen Dienst und dem Fall-Management hingegen, akzeptierte sie nicht, was nicht selten bei deren Besuch mit dem Bewurf von nassen Lappen endete. Ihre Medikamente setzte Frau Schmook unauffällig ab und kam ohne sie gut zurecht. Ihre Stabilität hatte sie ihrer Selbstdisziplin zu verdanken.

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Ein Künstler auf der Suche

»Ich zeichne aus Liebe und dem Bedürfnis, eine Botschaft zu vermitteln. Ich bin auf der Suche nach etwas, was ich noch nicht weiß, was es ist.«  – Ahmet Kirca

Ahmet Kirca hat bereits über 100 Bilder gezeichnet, die meisten davon malte er in seinem Zimmer. Auf Leinwand oder Papier malt der Künstler Menschen und Begebenheiten, die er erlebt oder miterlebt hat. Andere Motive wiederum entstanden aus seiner Fantasie, aus einem Gefühl heraus, berichtet er.

Die Jungs auf der Strasse bei der Mahlzeit ©Kirca

Malen gehört zu mir dazu, Malen ist Liebe, Glück und Freude, sagt Ahmet Kirca. Wenn er malt, fühlt er sich gut und der Künstler ist stolz, wenn nach einem langen Entstehungsprozess ein Bild gelungen und fertig geworden ist.

Ahmet Kirca wurde am 29. Mai 1964 in Bafra, in der Türkei geboren. Seit 1974 lebt er in Deutschland und ist bereits seit 2009 im Projekt Britzer Damm 72.

Ich sehe was, was du nicht siehst

Ihre Wirklichkeit ist eine andere als meine Wirklichkeit. Wir können zur selben Zeit, dasselbe betrachten und würden es doch verschieden erfahren und unterschiedlich beschreiben. Die Künstlerin Milla Swann lerne ich als einen sehr achtsamen Menschen kennen. Sensibel und überlegt sind ihre Worte, das fällt mir bereits im ersten Gespräch auf. Ihre Kunst erlebe ich, als wären Ebenen der Wahrnehmung übereinandergelegt.

Milla Swann beantwortet hier die Frage nach ihrem Künstlernamen und gewährt uns persönliche Einblicke in die Entstehungsgeschichte eines ihrer Werke.

Wie kamen Sie zu dem Namen »Milla Swann« und seit wann benutzen Sie diesen Namen?

Ich brauchte eine »Fake« Emailadresse und als ich nach einem Namen suchte, war Milla Swann plötzlich in meinem Kopf als wäre der Name schon immer da gewesen. Als ich mich 2016 für die Fotografie und meine Website entschieden habe, wählte ich diesen Namen als Künstlernamen. Swan ist der englische Begriff für Schwan. Laut einer irischen Legende ist er der Begleiter der Seele ins sogenannte »Himmelreich«. Da sich in meiner Weltauffassung im Leben alles um die Seele und ihren Erfahrungen dreht, kann ich mich mit diesem Namen identifizieren.

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»Jeder Mensch ist kreativ und kann Künstler sein…

… wenn er die ständige Konfrontation mit dem eigenen Ich riskiert.«

Gwendrix ist eine aktive Künstlerin. »Die ständige Konfrontation«, wie die Künstlerin es selbst einmal sagte, »mit dem eigenen Ich«, mag ihre kreative Quelle sein, aus der sie schöpft und schöpft und schöpft. Wer ihre Bilder kennt, kennt die Vielfalt ihrer gestalterischen Arbeit. Wer ihre Bilder noch nicht kennt, bekommt hier die Gelegenheit ausgewählte Werke zu betrachten.

Für diese Auswahl meiner Bilder habe ich Acrylfarbe benutzt und diese mit Pinsel und teilweise Spachtel auf Papier aufgetragen. Die Vorgehensweisen sind unterschiedlich. Manchmal folge ich einfach meinem Gefühl und trage die Farben gleich auf oder ich zeichne Figuren und Formen mit Bleistift vor und arbeite dann die Zeichnung mit Farbe aus. Gelegentlich fange ich auch mit einem Hintergrund an, auf dem sich das Bild entwickelt.

Menschen und Gesichter interessieren mich und die Gefühle, die sie ausdrücken, aber auch Formen, wie sie in den abstrakten Bildern zu sehen sind. Farben sind mir sehr wichtig. Ich mag es wenn sie leuchten und verwende deswegen gerne helle Farben, z. B. Gelb und Rot.

©Gwendrix

Schwerbelastungskörper = Naziklotz

Das Bauwerk auf den gezeigten Bildern steht in der Nähe des Bahnhofs Berlin-Südkreuz. Es handelt sich bei dem Objekt um einen riesigen Betonzylinder, der zur Zeit des Nationalsozialismus aufgestellt wurde, um den Boden auf seine Belastbarkeit zu testen. Die Idee des ganzen geht auf Albert Speer, den Architekten Adolf Hitlers zurück. Das Gesamtgewicht entspricht 12000 Tonnen und war als Sockel für eine Autobahn (Nord Süd Achse) geplant.

Mehr Infos: Informationsort Schwer­belastungs­körper

Fotografischer Waldspaziergang

Eine junge Frau schaut durch eine Kamera nach oben. Sie steht in einem Wald, zu sehen sind Äste und Büsche mit grünem Laub. Die Frau trägt einen Rucksack sowie eine Umhängetasche. Sie sieht schwer bepackt aus, ist aber sehr konzentriert und fokussiert auf ihren Blick durch die Kamera.

»Ich ging im Walde so für mich hin… « Johann Wolfgang von Goethe (1813)

Ein im Walde so für sich Hingehen, war das Waldprojekt für uns VIA Klienten nicht. Zielgerichtet wurde fotografiert und ausprobiert, was sich mit Licht und Schatten, Nadel und Laub, Himmel und Boden festhalten lässt: Keine Fotografie der Gegensätze sondern eher das Einfangen von Naturmomenten.

Der Wald kann Rückzugsort aber auch ein Ort zur Erholung und Entspannung sein. In der Natur können wir auftanken, was wir in der Hektik der Großstadt manchmal verlieren. Sei es innere Ruhe, sei es Kraft und Lebendigkeit. Die Farbe Grün hat eine beruhigende und doch anregende Wirkung auf Körper und Seele.

Das Farbenspiel, die Beschaffenheit des Bodens, das Blättermuster vor dem blauen Himmel, die Wuchsrichtungen der Baumstämme, die Zartheit eines Grashalms – all das ist auf den Fotos zu betrachten.

Gedankenkreise

Die Gedanken rasen durch meinen Kopf
Gefühle gehen durcheinander
Erschöpfung durch Wechsel aus Angst und Trauer
Verwirrung
Es ist nicht richtig, fühlt sich falsch an
Schäme mich, aber kann auch nicht alleine sein
Die Wege sind schwer, der Bus voll
Versuche mich zu konzentrieren, verstehe es aber trotzdem nicht
Bin müde, kann aber nicht schlafen
Alles ist neu und doch so gewohnt
Wünsche mir Frieden und Gelassenheit

Gwendrix

Digitale Kunst

Kunst, die am Computer erarbeitet wird, gibt es in allen Bereichen. Sei es Musik oder Bildkunst wie Druck, Malerei, Fotografie. Die künstlerischen Möglichkeiten nehmen zu, analoge und digitale Kunst beleben und bereichern einander. Hier sind einige Bildbeispiele computergenerierter Kunst eines Künstlers, der im Bereich digitales Design & Fotografie aktiv ist.

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