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»Jeder Mensch ist kreativ und kann Künstler sein…

… wenn er die ständige Konfrontation mit dem eigenen Ich riskiert.«

Gwendrix ist eine aktive Künstlerin. »Die ständige Konfrontation«, wie die Künstlerin es selbst einmal sagte, »mit dem eigenen Ich«, mag ihre kreative Quelle sein, aus der sie schöpft und schöpft und schöpft. Wer ihre Bilder kennt, kennt die Vielfalt ihrer gestalterischen Arbeit. Wer ihre Bilder noch nicht kennt, bekommt hier die Gelegenheit ausgewählte Werke zu betrachten.

Für diese Auswahl meiner Bilder habe ich Acrylfarbe benutzt und diese mit Pinsel und teilweise Spachtel auf Papier aufgetragen. Die Vorgehensweisen sind unterschiedlich. Manchmal folge ich einfach meinem Gefühl und trage die Farben gleich auf oder ich zeichne Figuren und Formen mit Bleistift vor und arbeite dann die Zeichnung mit Farbe aus. Gelegentlich fange ich auch mit einem Hintergrund an, auf dem sich das Bild entwickelt.

Menschen und Gesichter interessieren mich und die Gefühle, die sie ausdrücken, aber auch Formen, wie sie in den abstrakten Bildern zu sehen sind. Farben sind mir sehr wichtig. Ich mag es wenn sie leuchten und verwende deswegen gerne helle Farben, z. B. Gelb und Rot.

©Gwendrix

SA-Gefängnis Papestraße

Das ehemalige Gefängnis der Sturm Abteilung (SA), welches im Winter 1947/1948 als Wärmestube diente, wurde am 07. April 2011 als Gedenkstätte umfunktioniert. Im Keller des Hauses versuchte ich gerade mir eine Vorstellung des Grauens des Ortes zu machen, als mich die original nachgesprochene Tonaufnahme eines ehemaligen Häftlings, scheinbar völlig aus dem Nichts kommend, erschreckte. Der ehemalige Insasse berichtete auf der Tonspur von seinem Leben in der Gefangenschaft. Als ich den Lautsprecher entdeckte, hörte ich zu und die Grausamkeiten dieses Ortes wurden für mich plötzlich viel eindringlicher und bedrohlich.

Hier findet ihr die Homepage des Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße

Bilder und Text erarbeitet und arrangiert von Kevin Heider

Upcycling

»Upcycling – was ist das überhaupt?«

Das ist eine hochfrequentierte Frage, die mir unter Erwähnung dieses Begriffes begegnet. Oft versuche ich eine Brücke über den Begriff des Recyclings zu schaffen, da sich dieser einer breiteren Bekanntschaft erfreut. Tatsächlich fällt das Upcycling ins Spektrum des Recycling, was wiederum nichts anderes bedeutet als Wiederverwertung.

re- = wieder, zurück (< lateinisch re-); cycle = Kreis(lauf) < lateinisch cyclus;
up- = hinauf, nach oben

Beim Recycling geht es also um die Wiederverwertung von Abfällen im Allgemeinen, das vor allem zur Schonung von Rohstoffen, durchaus auch zur Reduzierung von Müll. Im Upcycling kommt zur Wiederverwertung eben noch eine Aufwertung hinzu. Es werden hier also aus Abfällen und unnützen Materialien neue Produkte hergestellt.

Natürlich kommt dem pfiffigen Fragesteller gerne eine weitere Frage herausgeplatzt: »Gibt es dann nicht auch das Downcycling?« – JA!, das gibt es tatsächlich, aber darauf werde ich in diesem Artikel nicht weiter eingehen.

Wie kam ich zum Upcycling und welche Bedeutung hat es für mich?

Anfang 2017, anlässlich der Planung meiner tagesklinischen Entlassung, schaute ich mir die VIA Praxis für Ergotherapie an und war recht angetan von den persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten und der Unterstützung, die mir die Ergotherapie, sowie die Aktionsfelder boten. Während der Führung durch die Aktionsfelder sprach mich am meisten der Bereich des Upcyclings an. Damals wurden mir die aus geschreddertem Tetrapack gewobenen Gürtel und die genähten KRAMonnaiese, die wohl aus Abdeckplanen sein sollen, gezeigt und noch kleinere Einzelversuche.

Ressourcenorientierung, Recycling, Umweltschutz, LowWaste (engl. geringe Verschwendung/Abfall), Zweckentfremdung, ökonomisches Denken und Handeln, Kreativität sind alles Dinge, die mir am Herzen liegen. Und aus Müll, Schrott, überdrüssig gewordenen und ähnlichen sonst für die Tonne überlassenen Gebrauchsartikel zu werkeln, vereint wunderbar meine Herzensangelegenheit. Hier kann ich basteln, probieren, gestalten, also mich austoben sozusagen.

Möglichkeiten des Upcycling

Im Grunde könnte ich auch schreiben, dass alles Möglich ist. Doch Beispiele sind doch einfach schöner, nicht wahr?! Ganz einfach ist es zum Beispiel eine leere Konservendose auszuspülen, das Papier drumherum zu entfernen, die Außenfläche anzumalen und den somit aufgehübschten Metallabfall als Aufbewahrungsdose zu verwenden. Für Stifte, Besteck, Pflanzen, Krimskrams, Müll oder für etwas das klappert um damit zu musizieren. Es könnten auch Löcher in die Wand gebohrt oder gestanzt werden um die Dose als Windlicht zu verwenden. Oder sie werden verbaut und, und, und…
Die Möglichkeiten lassen sich also beliebig erweitern mit mal mehr und mal weniger Aufwand. Anderweitig kann auch eine ausgediente Jeans recht einfach zu einer Tasche umgenäht werden oder Stoffreste zu einer Patchwork-Decke.

Diese zwei Links geben, wie ich finde, einen recht schnellen und anschaulichen Überblick über das Thema Upcycling und den Zusammenhang zwischen Recycling (Recycling) und Upcycling (Upcycling). Gerne möchte ich auch dazu anregen, sich mit ein wenig Zeit einer Suchmaschine zu widmen und Upcycling in die Bildersuche einzugeben. Sie wird bestimmt die Vielseitigkeit zeigen.

Upcycling bei VIA

Das Upcycling wurde hier bei VIA im Laufe des Jahres 2015 eingeführt. Es wurde zu Anfang vor allem mit Tetrapacks experimentiert und hin und her probiert, was manchmal gelang und andere Male nicht. Dadurch konnte das Material jedoch kennengelernt und optimaler verarbeitet werden. Wie eben schon erwähnt wurden hier eine Zeitlang die Tetrapackgürtel gewoben und verkauft, deren Herstellung allerdings einen bis heute andauernden Dämpfer erfuhr, der auf dem Mangel einer geeigneten Nähmaschine gründet. Doch es gibt noch deutlich mehr Materialien, die zu verarbeiten versucht wurden und werden. Und ich könnte noch eine Weile über verschiedene Versuche, Materialien und Ideen schreiben, doch zur Veranschaulichung taugen mir Bilder für diesen Artikel doch mehr.

Ein Ausflug mit den Kulturlotsen

Eine Kulturlotsenführung durch ein… Hotel?

Wer öfter mal mit der Bahn in Berlin fährt, dem ist sicher schon einmal das große, pfeilförmige und verspiegelte Gebäude aufgefallen: Das Estrel, mit 1125 Zimmern das größte Hotel Deutschlands. Der Name des Hotels setzt sich aus dem Anfangsbuchstaben des Vornamens und der ersten Silbe des Nachnamens seines Eigentümers zusammen, Ekkehard Streletzki.

Das Estrel beschäftigt ca. 550 Mitarbeiter*innen. Zwei von ihnen, sehr kompetente und freundliche junge Damen, leiteten die Führung. Die beiden Frauen machten keinen Hehl daraus, dass sie stolz waren hier zu arbeiten bzw. zu dieser großen Familie zu gehören. Nach Gebäck, Erfrischungen und einem Kurzfilm über das Hotel ging es los. Die Führung schien den beiden Hotelfachfrauen locker von der Hand zu gehen, dies war deutlich zu spüren. Nicht einmal während des ca. 1,5 km langen Fußwegs, überkam mich das Verlangen aufzuhören oder Langeweile. Es war unterhaltsam, informativ und kurzweilig. Wir wurden in ein Zimmer geführt, in welchem wir sogar einzeln bleiben durften um Fotos zu schießen, wir waren im obersten Stockwerk und genossen die Aussicht.

Das Estrel bietet seinen Gästen auch einen Fitnessraum und einen 400 qm großen Wellness-Bereich. Die Kirsche auf der Sahne wäre ein Umweg in die Präsidentensuite gewesen, doch leider war diese bewohnt. Man kann eben nicht alles haben.

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Schwerbelastungskörper = Naziklotz

Das Bauwerk auf den gezeigten Bildern steht in der Nähe des Bahnhofs Berlin-Südkreuz. Es handelt sich bei dem Objekt um einen riesigen Betonzylinder, der zur Zeit des Nationalsozialismus aufgestellt wurde, um den Boden auf seine Belastbarkeit zu testen. Die Idee des ganzen geht auf Albert Speer, den Architekten Adolf Hitlers zurück. Das Gesamtgewicht entspricht 12000 Tonnen und war als Sockel für eine Autobahn (Nord Süd Achse) geplant.

Mehr Infos: Informationsort Schwer­belastungs­körper

Fotografischer Waldspaziergang

Eine junge Frau schaut durch eine Kamera nach oben. Sie steht in einem Wald, zu sehen sind Äste und Büsche mit grünem Laub. Die Frau trägt einen Rucksack sowie eine Umhängetasche. Sie sieht schwer bepackt aus, ist aber sehr konzentriert und fokussiert auf ihren Blick durch die Kamera.

»Ich ging im Walde so für mich hin… « Johann Wolfgang von Goethe (1813)

Ein im Walde so für sich Hingehen, war das Waldprojekt für uns VIA Klienten nicht. Zielgerichtet wurde fotografiert und ausprobiert, was sich mit Licht und Schatten, Nadel und Laub, Himmel und Boden festhalten lässt: Keine Fotografie der Gegensätze sondern eher das Einfangen von Naturmomenten.

Der Wald kann Rückzugsort aber auch ein Ort zur Erholung und Entspannung sein. In der Natur können wir auftanken, was wir in der Hektik der Großstadt manchmal verlieren. Sei es innere Ruhe, sei es Kraft und Lebendigkeit. Die Farbe Grün hat eine beruhigende und doch anregende Wirkung auf Körper und Seele.

Das Farbenspiel, die Beschaffenheit des Bodens, das Blättermuster vor dem blauen Himmel, die Wuchsrichtungen der Baumstämme, die Zartheit eines Grashalms – all das ist auf den Fotos zu betrachten.

Gedankenkreise

Die Gedanken rasen durch meinen Kopf
Gefühle gehen durcheinander
Erschöpfung durch Wechsel aus Angst und Trauer
Verwirrung
Es ist nicht richtig, fühlt sich falsch an
Schäme mich, aber kann auch nicht alleine sein
Die Wege sind schwer, der Bus voll
Versuche mich zu konzentrieren, verstehe es aber trotzdem nicht
Bin müde, kann aber nicht schlafen
Alles ist neu und doch so gewohnt
Wünsche mir Frieden und Gelassenheit

Gwendrix

Anagramm der Ahnungslosigkeit

Zu sehen ist ein Bild, welches mi ´t Adobe Photoshop erstellt wurde. Auf schwarzem Hintergrund wirbeln sich rote und weiße Linien. Es sieht aus wie Gekritzelt, ein Chaos aus diesen drei Farben, schwarz, weiß, rot.

Auf der Zinne stehe ich und frage mich:
Warum nur ich?
Warum es alles mir passiert, warum es alles hier passiert.
Mich friert es schon bei dem Gedanken
An die imaginären Schranken
Unserer aller Wahrnehmung
Und ebendrum sitz ich nun hier
Und ritze, kritzle aufs Papier.
Freue mich des Lebens Wendung
Mein Bewusstsein voll auf Sendung,
eine Endung seh ich nicht.
Gen End des Tunnels noch kein Licht
Und denke deshalb umso mehr,
wenn’s Leben doch nur einfach wär,
so würd ich meine Chance erkennen;
den einzgen Weg könnt ich benennen
und laufen immer gradeaus
ganz grade aus der Qual hinaus,
hinaus, hinaus ins Unbekannte
unterwegs in neue Lande
Auf der Suche nach dem Pfad,
fernab vom ewig drehenden Rad
und Rat, der Gute, wär doch teuer
wie so manches alt’s Gemäuer
ungeheuer lang nun schon,
warte ich und voller Hohn
lacht mir mein Schicksal ins Gesicht
zerbricht die liebgewonnene Pflicht,
erlischt mein letzter Funke Glaube
und mein Körper liegt im Staube
Doch ich glaube, hoffe weiter
Kletter auf der Lebensleiter
Ohn zu fragen einfach sehend
Einen neuen Tag erflehend,
der mir vielleicht die Lösung bringt,
an dem die Welt neu für mich singt,
an dem die Liebe mir neu lacht,
Tag für Tag
Und
Nacht für Nacht.

Digitale Kunst

Kunst, die am Computer erarbeitet wird, gibt es in allen Bereichen. Sei es Musik oder Bildkunst wie Druck, Malerei, Fotografie. Die künstlerischen Möglichkeiten nehmen zu, analoge und digitale Kunst beleben und bereichern einander. Hier sind einige Bildbeispiele computergenerierter Kunst eines Künstlers, der im Bereich digitales Design & Fotografie aktiv ist.

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