Schlagwort: Alltag (Seite 1 von 2)

(Ein) wenig Wissenswertes über Berlin

Ich habe überlegt, wie ich das nächste Blogthema finde und dachte darüber nach, was ich kenne und worüber ich schreiben könnte. Nach langer Recherche überlegte ich, wo ich eigentlich bin und kam so auf die Idee, überflüssige aber interessante Fakten über unsere Stadt zusammenzutragen. Dabei ist folgender informativer Text für euch zum Nachlesen entstanden.

Der Name Berlin stammt aus der slawischen Sprache. Berlin setzt sich aus dem Wort brl, für Morast oder Sumpf und der für Ortsnamen typischen Endung in zusammen. Berlin heißt also dem Namen nach, der Ort im Sumpf.

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Mein Praktikum

Aus dem Leben gegriffen und über den Alltag berichtet. Was erlebt man während eines Praktikums im Lwerks … cultur, einem Café und Restaurant am Rathaus Neukölln?

Die Öffnungszeiten im Café Lwerk haben sich geändert. Montags fange ich um 10 Uhr an, mein Fahrweg beträgt 45 Minuten und ich muss viel stehen und laufen. Das längere Stehen ist anstrengend. Ich muss das schmutzige Geschirr kurz abspülen und dann in die Spülmaschine tun. Die Haupttätigkeit besteht im Abtrocknen. Es sind sehr viele Gläser, die ich polieren muss. Manchmal muss ich auch etwas aus dem Lager holen oder den Koch unterstützen und ein Rührei zubereiten. Ich durfte auch einmal Keksplätzchen ausstechen. Was auch zu meinen Tätigkeiten gehört, ist das Wäscheaufhängen und die Wäsche zusammenlegen. Um halb eins gibt es ein gutes Mittagessen, meist mit Salat. Zwischendurch sollen wir viel Selters trinken. Manchmal darf man auch einen Cappuccino trinken.

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Meine eigenen Wohnungen

2. Nachtrag

Es ist nun eineinhalb Jahre her, seit ich vom betreuten Wohnen aus der 2er WG in Neukölln, wo ich mit einer guten Freundin vier Jahre zusammengelebt hatte, in meine eigene Wohnung in Lichtenberg gezogen bin.

Es war eine schöne Zeit in der WG. Wir waren der Mittelpunkt der Glasower Straße. Alle kamen zu uns, auch meine Nachbarin, die von morgens bis abends jeden Tag bei uns war und bei uns übernachtet hatte. Sie fühlte sich bei sich in der Wohnung nicht wohl und hatte uns, wo sie immer hin gehen konnte. Wir haben zusammen Filme und Serien bei Youtube geschaut, Musik gehört oder einfach so im Internet gesurft. Alle haben bei uns telefoniert und mein WLAN benutzt, haben bei uns Tabak und Blättchen, Essen und Geld bekommen, wir haben zusammen gekocht oder ich habe für alle Cheeseburger, Hot Dogs und Toast Hawaii gemacht oder wir haben uns Essen geholt beziehungsweise bestellt und zusammen gegessen. Sogar der Vater von meiner guten Freundin kam mit Koffern bepackt und hat bei uns wochenlang gewohnt, was dann doch ziemlich anstrengend war. Also dachte ich mir, ich suche mir meine eigene Wohnung, um mit meiner Nachbarin meine Ruhe zu haben. Doch die Sache ging irgendwie nach hinten los. Meiner Nachbarin ist der Weg nach Lichtenberg zu weit. Sie meint, sie schaffe es gesundheitlich nicht, zu mir zu kommen. Seitdem ich in Lichtenberg wohne, war sie erst ein einziges Mal bei mir, und dass auch nur, weil wir uns ein Taxi für 40 Euro hin und zurück genommen hatten. Ich selber habe sie jetzt aber auch nicht übertrieben 500mal besucht, um sie wie früher zu sehen. Es ist ein ewiges Hin- und Hergefahre von Lichtenberg nach Neukölln und zurück. In einer halben Stunde nach Neukölln schaffe ich es nur, wenn die S-Bahntüren sich problemlos öffnen und schließen, wenn ich renne, um die Bahnen und den Bus zu kriegen.

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Das neue Jahr und meine Entscheidungen

Das neue Jahr ist jetzt schon wieder ein paar Wochen alt und die Feiertage scheinen weit weg. Für mich aber waren die Weihnachtszeit und das Silvesterfest im Jahr 2018 anders als sonst und deswegen irgendwie auch etwas Besonderes.

Durch den Kontaktabbruch zu meinem Vater und Bruder, habe ich das erste Mal ohne Familie gefeiert, dafür mit meinem Freund und meinen beiden Katzen.
Äußerlich verliefen die Tage ruhig, aber in meinem Innersten gingen die Gefühle und Gedanken zurück in meine Vergangenheit. Musiksendungen im Fernsehen brachten Erinnerungen hervor und die Nächte wurden unruhig.

Wie auf Knopfdruck kam dann eine starke Erschöpfung als das neue Jahr begonnen hatte. Vielleicht auch eine gewisse Erleichterung. Das Ende des Jahres 2018 war für mich wie eine Prüfung. Waren die Entscheidungen richtig, die ich getroffen habe?

Ja das waren und sind sie dem Ergebnis meiner Gedanken zufolge.
Seit zwei Wochen bin ich nun wieder auf der Suche nach Neuem. Mein Kopf scheint leergefegt und wartet jetzt darauf mit neuen Ideen gefüllt zu werden.
Aber trotz der scheinbaren Leere, bin ich optimistisch und positiv eingestellt.
Herr Schwarzenberger kommt seit dieser Woche auch wieder zu uns in das Atelier und die Freude ist groß.

Ich freue mich auf das was kommt.

gwendrix

Meine eigenen Wohnungen & Kreuz, Kreis und Ecke

Ich möchte nun zu meinen bisherigen Beiträgen einen aktuellen Nachtrag vorstellen – wie ich inzwischen über die Burg denke und wie ich in meiner eigenen Wohnung angekommen bin:

Immer wenn ich kiffe, wird das Thema »Doppelkreuzritterburg« sehr stark und intensiv. Das kommt mir natürlich sehr verdächtig vor und deswegen habe ich das Kiffen so gut wie es ging, gemieden. Ich hatte vor Jahren eine Suchttherapie im Therapieladen erfolgreich beendet und habe drei Jahre gar nicht gekifft, allerdings einen Rückfall gebaut und dann anderthalb Jahre wieder nichts genommen. Rückfälle hatte ich öfter und sogar die Therapie erneut beantragt. Ich mache aber die Therapie trotzdem nicht noch einmal, weil ich der Meinung bin, dass ich sie schon erfolgreich beendet habe und ja weiß, dass ich nicht mehr kiffen sollte und im Therapieladen gelernt habe, dass nicht gekifft wird.

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Was erleben wir auf unserem Arbeitsweg, wenn wir unsere Wahrnehmungskanäle öffnen?

Arbeitsweg mit Musik

Ich kam heute früh wieder aus der Tür meines Hauses und erfreute meine Lunge mit der frischen Stadtluft. Die im Vergleich zur trockenen Heizungsluft meines Zimmers trotz der Kälte, wie eine Sommerbrise bei mir ankam. Dann machte ich mich auf den Dreiminutenweg von meiner Haustür zum S-Bahnhof. Vor der ersten Ecke hatte ich mir schon meine Sonykopfhörer über den Kopf gestülpt und damit meine Realitätswahrnehmung stark eingeschränkt, weil ich nur noch bassreiche Technomusik höre. Der Rest des Weges war für mich deswegen wie eine Halluzination, die an mir vorbeizieht bis zum Supermarkt am Südkreuz. Dort kaufte ich mir ein Getränk und nahm aus Höflichkeit der Kassiererin gegenüber, meine Kopfhörer kurz ab. Daraufhin ging ich wieder über den Bahnhof und dann zur Werkstatt.

Mein Arbeitsweg ohne Musik

Dass es sehr kalt war, fühlte ich schon als ich vor die Haustür trat. Ich nahm den Weg, von zu Hause zur S-Bahn als sehr kurz wahr, aber durch die 5°C wirkte er länger. Als ich bei der S-Bahn ankam, waren meine Hände schon kalt. Während der Fahrt in der S-Bahn, in der ich heute sogar von Anfang an einen Sitzplatz bekam, sah ich teils vertraute Gesichter. Auf dem Weg vom Südkreuz zur Arbeit fror ich nicht so sehr, da dieser kürzer war.

©Kevin Heider

Auf meinem Weg
von Milla Swann 

Wegabschnitt

Tippe di tipptipp
Geht’s die Treppe runter
Tipp schlürf tipp
Auf zum Fahrrad
wusch schlürf rassel klong
Tasche aufgeladen
Rad abschließen
Klapper Raschel
Und es geht nach Haus
Wohin will ich?
Noch einkaufen?
Keine Lust
Frisches Gemüse wäre gut
fahren fahren
Wo biege ich ab?
Den Weg oder den anderen,
ich könnt auch so rum fahren
Ach da lang
Die Strecke ist schön
wusch surr surr

von tetrapackkarton

Meine eigenen Wohnungen

Ich habe bis zu meinem 18. Lebensjahr bei meiner Mutter gewohnt. Meine Eltern haben sich getrennt und geschieden als ich sechs war. Ich habe mich für meine Mutter entschieden, weil ich mit ihr besser klarkam als mit meinem Vater. In der dritten Klasse bin ich mit ihr von Wedding nach Steglitz gezogen. Ich bin in Steglitz bis zur 8. Klasse auf die Realschule gegangen und habe danach ein Aufbaugymnasium bis zur 10. Klasse besucht. In der 11. Klasse bin ich auf mein »Traumgymnasium«, die Beethoven Schule in Lankwitz gegangen. Ich hatte meine erste Freundin kennengelernt und habe mit ihr angefangen zu kiffen. Ich bin nicht mehr regelmäßig zur Schule gegangen und habe mich immer vom Arzt krankschreiben lassen und bin in der Schule nicht mehr am Ball geblieben. Ich habe es nur bis zur 12. Klasse geschafft und hatte dann nicht mehr genug Punkte für das Abitur.

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Upcycling

»Upcycling – was ist das überhaupt?«

Das ist eine hochfrequentierte Frage, die mir unter Erwähnung dieses Begriffes begegnet. Oft versuche ich eine Brücke über den Begriff des Recyclings zu schaffen, da sich dieser einer breiteren Bekanntschaft erfreut. Tatsächlich fällt das Upcycling ins Spektrum des Recycling, was wiederum nichts anderes bedeutet als Wiederverwertung.

re- = wieder, zurück (< lateinisch re-); cycle = Kreis(lauf) < lateinisch cyclus;
up- = hinauf, nach oben

Beim Recycling geht es also um die Wiederverwertung von Abfällen im Allgemeinen, das vor allem zur Schonung von Rohstoffen, durchaus auch zur Reduzierung von Müll. Im Upcycling kommt zur Wiederverwertung eben noch eine Aufwertung hinzu. Es werden hier also aus Abfällen und unnützen Materialien neue Produkte hergestellt.

Natürlich kommt dem pfiffigen Fragesteller gerne eine weitere Frage herausgeplatzt: »Gibt es dann nicht auch das Downcycling?« – JA!, das gibt es tatsächlich, aber darauf werde ich in diesem Artikel nicht weiter eingehen.

Wie kam ich zum Upcycling und welche Bedeutung hat es für mich?

Anfang 2017, anlässlich der Planung meiner tagesklinischen Entlassung, schaute ich mir die VIA Praxis für Ergotherapie an und war recht angetan von den persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten und der Unterstützung, die mir die Ergotherapie, sowie die Aktionsfelder boten. Während der Führung durch die Aktionsfelder sprach mich am meisten der Bereich des Upcyclings an. Damals wurden mir die aus geschreddertem Tetrapack gewobenen Gürtel und die genähten KRAMonnaiese, die wohl aus Abdeckplanen sein sollen, gezeigt und noch kleinere Einzelversuche.

Ressourcenorientierung, Recycling, Umweltschutz, LowWaste (engl. geringe Verschwendung/Abfall), Zweckentfremdung, ökonomisches Denken und Handeln, Kreativität sind alles Dinge, die mir am Herzen liegen. Und aus Müll, Schrott, überdrüssig gewordenen und ähnlichen sonst für die Tonne überlassenen Gebrauchsartikel zu werkeln, vereint wunderbar meine Herzensangelegenheit. Hier kann ich basteln, probieren, gestalten, also mich austoben sozusagen.

Möglichkeiten des Upcycling

Im Grunde könnte ich auch schreiben, dass alles Möglich ist. Doch Beispiele sind doch einfach schöner, nicht wahr?! Ganz einfach ist es zum Beispiel eine leere Konservendose auszuspülen, das Papier drumherum zu entfernen, die Außenfläche anzumalen und den somit aufgehübschten Metallabfall als Aufbewahrungsdose zu verwenden. Für Stifte, Besteck, Pflanzen, Krimskrams, Müll oder für etwas das klappert um damit zu musizieren. Es könnten auch Löcher in die Wand gebohrt oder gestanzt werden um die Dose als Windlicht zu verwenden. Oder sie werden verbaut und, und, und…
Die Möglichkeiten lassen sich also beliebig erweitern mit mal mehr und mal weniger Aufwand. Anderweitig kann auch eine ausgediente Jeans recht einfach zu einer Tasche umgenäht werden oder Stoffreste zu einer Patchwork-Decke.

Diese zwei Links geben, wie ich finde, einen recht schnellen und anschaulichen Überblick über das Thema Upcycling und den Zusammenhang zwischen Recycling (Recycling) und Upcycling (Upcycling). Gerne möchte ich auch dazu anregen, sich mit ein wenig Zeit einer Suchmaschine zu widmen und Upcycling in die Bildersuche einzugeben. Sie wird bestimmt die Vielseitigkeit zeigen.

Upcycling bei VIA

Das Upcycling wurde hier bei VIA im Laufe des Jahres 2015 eingeführt. Es wurde zu Anfang vor allem mit Tetrapacks experimentiert und hin und her probiert, was manchmal gelang und andere Male nicht. Dadurch konnte das Material jedoch kennengelernt und optimaler verarbeitet werden. Wie eben schon erwähnt wurden hier eine Zeitlang die Tetrapackgürtel gewoben und verkauft, deren Herstellung allerdings einen bis heute andauernden Dämpfer erfuhr, der auf dem Mangel einer geeigneten Nähmaschine gründet. Doch es gibt noch deutlich mehr Materialien, die zu verarbeiten versucht wurden und werden. Und ich könnte noch eine Weile über verschiedene Versuche, Materialien und Ideen schreiben, doch zur Veranschaulichung taugen mir Bilder für diesen Artikel doch mehr.

Schwerbelastungskörper = Naziklotz

Das Bauwerk auf den gezeigten Bildern steht in der Nähe des Bahnhofs Berlin-Südkreuz. Es handelt sich bei dem Objekt um einen riesigen Betonzylinder, der zur Zeit des Nationalsozialismus aufgestellt wurde, um den Boden auf seine Belastbarkeit zu testen. Die Idee des ganzen geht auf Albert Speer, den Architekten Adolf Hitlers zurück. Das Gesamtgewicht entspricht 12000 Tonnen und war als Sockel für eine Autobahn (Nord Süd Achse) geplant.

Mehr Infos: Informationsort Schwer­belastungs­körper

Ausflug zu zwei Ausstellungen

Schwarzweißfoto Männer mit einer Wachswalze zu Tonaufnahme
Bildquelle: Humboldt Forum Berlin

Gestern, Mittwoch den 02.05.2018, war ein toller Tag! Weil im Fotoatelier gebaut wurde und deshalb dort nicht gearbeitet werden konnte, wurde für alle ein Ausflug zu zwei Ausstellungen angeboten. Wie seltsamerweise so oft, waren wir letztendlich nur ein kleiner Kreis von 5 Personen, der sich mit Herrn Schwarzenberger und einer Praktikantin auf den Weg gemacht hat.

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